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Dichtheitsprüfungen rücken näher

Fahrplan steht

Eine unerwünschte Ausgabe kommt auf viele Stadtlohner Haushalte zu: Wer bei der Dichtheitsprüfung für seinen Kanalanschluss durchfällt, muss damit rechnen, ordentlich ins Portemonnaie greifen zu dürfen.

STADTLOHN

von von Thorsten Ohm

, 13.05.2011
Dichtheitsprüfungen rücken näher

Der prüfende Blick in die Kanalisation kann teure Folgen haben.

Der Fahrplan steht: Vom April nächsten Jahres an sollen die Überprüfungen erfolgen, bis Ende des Jahres 2023 soll die Aufgabe abgeschlossen sein – fein säuberlich gestaffelt nach bestimmten Straßenzügen. Hintergrundwissen dazu vermittelte Heribert Dernemann in der vergangenen Sitzung des Hauptausschusses. Er hatte klare Aussagen mitgebracht: Das Ganze kann ein teurer Spaß werden. Der fängt mit der Prüfung an. Die muss jeder Hauseigentümer zwingend vornehmen lassen: Kostenpunkt zwischen 400 und 500 Euro. Damit zumindest das so preiswert wie möglich über die Bühne gehen kann, will die Stadt ihren Bürgern ein Angebot machen: Wo sie selbst die öffentlichen Kanäle befahren lässt, sollen sich auch die Grundstückseigentümer einklinken können – entsprechend sind auch die Bezirke gestaffelt. Dernemann hofft, dass so der Preis klein gehalten werden kann. Und: Die Videoüberprüfung reicht – mit Druck muss nicht die Belastbarkeit der zum Teil recht alten Rohre getestet werden. Wenn das Ergebnis einen Bedarf aufzeigt, folgt der zweite Schritt: die Sanierung.

Dafür will die Stadt eine ausreichende Frist einräumen: bis zu fünf Jahren. Das hat seinen Grund, denn eine Sanierung kann teuer werden – selbst wenn „nur“ per Inlay-Verfahren gearbeitet wird und keine Bagger anrücken: Zu rechnen sei mit 4500 Euro im durchschnittlichen Sanierungsfall. Auch da hofft Dernemann, dass die Betroffenen die Frist sinnvoll nutzen – nicht nur zum Sparen, sondern möglichst auch, um sich mit Nachbarn abzusprechen, die ebenfalls ihren Kanalanschluss abdichten müssen: Das könnte wieder Kosten sparen. Darum drehte sich auch die Diskussion im Hauptausschuss. Die Fragestellung: Wie lässt sich das Unvermeidliche möglichst verkraftbar an die Bürger weitergeben? Klären will die Stadt deshalb auch noch die Frage, ob der Teil des Rohres von der Straße bis zum Hausanschluss als öffentlich gelten kann. Viel Arbeit wartet jedenfalls ganz sicher auf Heribert Dernemann: Er will den Bürgern für ausführliche persönliche Beratung zur Verfügung stehen.

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