Stadt Kempen: Keine Vorkommnisse mit verhafteter Erzieherin

Mordverdacht

In einer Kita in Viersen soll eine Erzieherin ein dreijähriges Mädchen getötet haben. Angebliche Informationen über die Tatverdächtige erwiesen sich nun als falsch.

Viersen

26.05.2020, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit Stofftieren und Kerzen wird dem verstorbenem Kind vor dem Eingang einer Kindertagesstätte. in Viersen gedacht.

Mit Stofftieren und Kerzen wird dem verstorbenem Kind vor dem Eingang einer Kindertagesstätte. in Viersen gedacht. © picture alliance/dpa

Mit der unter Mordverdacht stehenden Erzieherin (25) einer Kita in Viersen hat es an ihrer früheren Arbeitsstelle in Kempen keine besonderen Vorkommnisse gegeben. Der Jahresvertrag der Frau sei am 31. Juli 2019 wie geplant ausgelaufen, sagte Stadtsprecher Christoph Dellmans am Dienstag auf Anfrage. In dieser Zeit hätten sich in der Kempener Kita, in der die Frau gearbeitet habe, keine besonderen Vorkommnisse ereignet.

Entsprechend habe es auch keine internen Untersuchungen gegeben. „Wenn etwas in einer Kita bei uns passiert, haben wir ein vorgeschriebenes Notfall-Prozedere. Die Eltern, das Jugendamt und gegebenenfalls auch die Unfallkasse werden informiert“, sagte der Sprecher. Eine Zeitung hatte am Dienstag berichtet, dass es bei der Stadt Kempen interne Ermittlungen gegen die Frau gegeben habe.

Keine Hinweise auf Übergriffe

In ihrer damaligen Kita solle es mehrfach zu Atemstillständen bei Kindern gekommen sein, eines habe wiederbelebt werden müssen. Bereits am Montagabend hatten Polizei und Staatsanwaltschaft mitgeteilt, dass ihnen keine Hinweise auf frühere Übergriffe der Frau vorlägen.

Die Erzieherin steht im Verdacht, in Viersen eine Dreijährige umgebracht zu haben. Das kleine Mädchen war am 21. April von einem Notarzt wegen Atemstillstands aus dem Kindergarten ins Krankenhaus gebracht worden. Am 4. Mai starb das Kind dort. Die Erzieherin war am 19. Mai festgenommen worden und sitzt wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft.

dpa

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