Spende erleichtert Maxi-Schülern den Weg ins Schwimmbecken in Nordkirchen

dzSpende

Dank einer Spende der Edith-und-Martin-Guse-Stiftung haben die Maximilian-Kolbe-Schüler es nun leichter, zu Schwimmen. Neue Geräte helfen künftig - statt einer 30 Jahre alten Liege.

Nordkirchen

, 16.09.2020, 08:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bisher mussten sie mindestens zu dritt sein, um großen oder schweren Schülern das Schwimmen zu ermöglichen. Zu dritt hoben die Lehrkräfte der Maximilian-Kolbe-Schule die Schüler auf die altmodische Duschliege, zogen sie dort um und wuschen sie, um sie auf der massiven Plastikliege dann über die Rampe des Therapie-Beckens ins Wasser zu lassen. Das Schwimmen in 34 Grad warmem Wasser ist vor allem für die Kinder und Jugendlichen mit Behinderung gedacht, die Intensivpflege benötigen.

„Diese Liege gab es schon, als ich vor etwa 30 Jahren hier angefangen habe“, erzählt Lehrkraft Ute Heckenkamp. „Bei Kindern, die 15 Kilogramm wiegen, ist das kein Problem“, sagt sie, „die hebe ich einfach von der Liege und trage sie ins Wasser. Aber gerade für große Schüler oder solche mit Gewicht war das ein unhaltbarer Zustand. Und wenn Manpower fehlte, ging der Schüler im Zweifel nicht schwimmen.“ Außerdem sammelte sich in der Liege das Wasser und sie bekam Auftrieb, wenn man sie ins Wasser ließ.

Jetzt reicht eine Lehrkraft

Dank der Edith-und-Martin Guse-Stiftung reicht jetzt eine Lehrkraft, um mit den Schülern schwimmen zu gehen. Für 5543 Euro konnte sich die Maximilian-Kolbe-Schule nun eine neue Duschliege aus leichtem, wasserdurchlässigem Kunststoff und einen ebenso leichten Rollstuhl anschaffen. Außerdem gibt es nun einen Lifter, der die Schüler per Knopfdruck rückenschonend aus ihrem Rollstuhl auf die Liege oder aus dem Wasser heraus hebt.

„Wir müssen für unsere Schüler immer ganz viele Individuallösungen finden“, sagt Schulleiter Julian Groß. „Diese hier ist eine davon, die der Individualität unserer Schüler gerecht wird.“

Ute Heckenkamp und Julian Groß zeugen die alte Liege, die bereits mindestens 30 Jahre alt ist.

Ute Heckenkamp und Julian Groß zeugen die alte Liege, die bereits mindestens 30 Jahre alt ist. © Gerstenmaier

Stiftung ist von guter Arbeit überzeugt

„Wir sind ja schon ein paar Mal hier gewesen und konnten uns von Ihrer Arbeit überzeugen. Deswegen ist es uns leicht gefallen, Ihnen das Geld zur Verfügung zu stellen“, sagt Gehard Knüpp, Vorstandsvorsitzender der Guse-Stiftung, die das Vermögen des Ehepaares Guse verwaltet. Das sei kinderlos, aber kinderversessen gewesen, wie Knüpp betont. Die Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, behinderte Kinder und Jugendliche aus Lünen und Umgebung zu unterstützen.

„Es ist sehr sehr wichtig, dass wir Unterstützer wie die Guse-Stiftung haben, sonst wären solche Fördermöglichkeiten gar nicht möglich“, bedankt sich Schulleiter Julian Groß.

„Wir sind jetzt auf einem guten Niveau“, sagt Ute Heckenkamp auf die Frage, ob es noch mehr Wünsche für den Schwimmbadbereich gibt, „aber natürlich könnten wir im Wasser noch mehr Spielgeräte einsetzen oder die uralten Bänke in der Umkleidekabine erneuern.“

Lesen Sie jetzt