Sorge um Gastronomie: Tim Mälzer bricht bei Markus Lanz in Tränen aus

Coronavirus

Tim Mälzer betreibt zwei Restaurants und einen Catering-Service - viele seiner Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. In der Talkshow von Markus Lanz kommen dem Starkoch angesichts dieser Lage die Tränen.

Hamburg

06.05.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für die Zukunft des Gastronomiegewerbes hat Mälzer offenbar nicht viel Hoffnung.

Für die Zukunft des Gastronomiegewerbes hat Mälzer offenbar nicht viel Hoffnung. © picture alliance/dpa

Zahlreiche Branchen leiden unter der Corona-Krise - darunter vor allem auch Restaurants. Bereits seit mehreren Wochen sind bundesweit sämtliche Lokale geschlossen, nur langsam werden von den Ländern Lockerungen angekündigt.

Auch Starkoch Tim Mälzer scheint die bedrohliche Lage sehr zu bedrücken. Er brach in der Talkshow von Markus Lanz am Dienstagabend im ZDF gar in Tränen aus. Als Lanz von ihm wissen will, wie sich seine Situation seit seinem Besuch in der Sendung vor einigen Wochen verändert hat, versagt Mälzer die Stimme. „Bitte stell mal jemand anderem kurz eine Frage“, bittet Mälzer, bevor er sich fängt und antwortet.

„60 Prozent Kurzarbeitergeld sind nichts“

„Wir stehen unter enormem Stress“, so der Starkoch. „Ich rede hier nicht über meine Existenz, sondern über eine ganze Branche und über Mitarbeiter, für die ich eine Verantwortung habe.“ Mälzer sorge sich um seine Angestellten, die in Kurzarbeit sind. „60 Prozent sind nichts. Da muss zumindest auch in der Mietzuschuss-Ebene etwas getan werden“, findet der Starkoch und ergänzt noch mal: „Wir reden hier über meine Mitarbeiter, nicht über mich.“

Mälzer fragt sich, warum er sich mit seinem Unternehmen jetzt „durchbeißen“ solle - schließlich werde bei der Corona-Pandemie von mindestens anderthalb Jahren gesprochen. „Warum schließe ich jetzt nicht alles ab, warte bis sich der Markt bereinigt hat. Damit meine ich nicht meine Mitstreiter, sondern damit meine ich einfach generell, dass man weiß, in welche Welt man wieder reingeht.“

Länder planen schrittweise Lockerungen

Der Starkoch besitzt zwei Restaurants und ein Catering-Unternehmen in Hamburg mit insgesamt 160 Mitarbeitern. Seit Beginn der Krise habe er laut „Bild“ einen sechsstelligen Betrag verloren. Der Zeitung sagte er: „Ich bin es leid, dass wir jeden Tag neue Konzepte entwickeln sollen. Ich fordere von der Politik ganz klare Ansagen.“

Die Wirtschaftsminister der Länder streben derweil unter Auflagen ab dem 9. Mai eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an. Das berichtete die Nachrichtenagentur dpa am Dienstagabend nach einer Videokonferenz der Länderminister mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Zunächst sollen Lokale, später im Mai auch Hotels wieder geöffnet werden.

RND

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