Sondersendung mit Merkel: ARD strahlt heute Interview mit der Kanzlerin aus

Coronavirus

Die Corona-Pandemie ermüdet die Deutschen zunehmend. Der Impfgipfel konnte zudem für wenig Klarheit sorgen. Bundeskanzlerin Merkel will heute Abend im Ersten Antworten auf drängende Fragen liefern.

Berlin

02.02.2021, 15:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). © picture alliance/dpa/Reuters-Pool

Die ARD strahlt heute Abend kurzfristig eine Sondersendung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel aus. Das geht aus einer Ankündigung des Senders hervor. Das Interview mit Merkel wird um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Die Kanzlerin will sich dabei den drängendsten Fragen stellen.

Hier die Ankündigung im Wortlaut:

„Die letzten Monate ihrer Kanzlerschaft scheinen zugleich die herausforderndsten: Nach den langen Monaten der Krise hoffen Wirtschaft und Bevölkerung auf eine entspanntere Lage dank der Impfstoffe. Doch Lieferengpässe der Pharmaunternehmen lassen die Regierung schwach aussehen. Der nationale Impfgipfel sollte das ändern: Noch in der kommenden Woche soll nun ein Impfplan erarbeitet werden, um die Impfungen verlässlicher zu machen. Zugleich appelliert die Regierung weiter an die Bevölkerung und bittet um Geduld und Verständnis. Die Opposition ist unzufrieden: Sie kritisiert Versäumnisse und zu wenig handfeste Ergebnisse.

Wie will die Regierung den Ländern und Kommunen die so dringend benötigte Planungssicherheit für die Impfungen ermöglichen? Und wie will die Kanzlerin die Bevölkerung für die anhaltenden Maßnahmen motivieren? Diese und andere Fragen stellen Tina Hassel, Studioleiterin und Chefredakteurin Fernsehen im ARD-Hauptstadtstudio, und ARD-Chefredakteur Rainald Becker der Bundeskanzlerin heute, Dienstag, den 2. Februar, in „Farbe bekennen“. Das Erste strahlt die 15-minütige Sondersendung um 20:15 Uhr nach der Tagesschau aus.“

Kritik nach Impfgipfel

Der Impfgipel blieb Kritikern zufolge viele Antworten schuldig. Opposition und Verbände haben sich enttäuscht über die Ergebnisse gezeigt. Vertreter von Linken, FDP, Grünen und Patientenschützer kritisierten unter anderem, dass die Beratungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu wenig konkrete Ergebnisse gebracht hätten. Aus der Wirtschaft kam Kritik wegen fehlender Perspektiven für einen Weg aus dem Lockdown.

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Nach dem mehrstündigen Gespräch mit den Ministerpräsidenten der Länder, Pharmavertretern, Vertretern der EU-Kommission und Experten hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montagabend das Ziel bekräftigt, allen Bürgern bis zum Ende des Sommers am 21. September ein Impfangebot zu machen. Hinzugefügt hatte sie aber auch: „Ich glaube, wir haben heute da auch ein Stück Realismus reinbringen können. Weil Wunder werden da jetzt nicht passieren.“

RND

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