Soll Tönnies verkauft werden? Schlacht- und Fleischkonzern reagiert auf Gerücht

Wirtschaft

Der Finanzdienstleister Bloomberg hat berichtet, dass der Fleischkonzern Tönnies verkauft werden soll – für vier Milliarden Euro. Jetzt hat das Unternehmen reagiert.

Rheda-Wiedenbrück

19.03.2021, 13:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Außenansicht mit Logo der Firma Tönnies. Im Hauptwerk des Fleischkonzern in Nordrhein-Westfalen soll am Freitagmorgen ein Mitarbeiter einen Kollegen tödlich verletzt haben. Nach dpa-Informationen starb der Verletzte im Krankenhaus. Die Polizei Bielefeld richtete eine Mordkommission ein, machte aber zunächst keine Angaben zu dem Sachverhalt. +++ dpa-Bildfunk +++

Außenansicht mit Logo der Firma Tönnies. Im Hauptwerk des Fleischkonzern in Nordrhein-Westfalen soll am Freitagmorgen ein Mitarbeiter einen Kollegen tödlich verletzt haben. Nach dpa-Informationen starb der Verletzte im Krankenhaus. Die Polizei Bielefeld richtete eine Mordkommission ein, machte aber zunächst keine Angaben zu dem Sachverhalt. +++ dpa-Bildfunk +++ © picture alliance/dpa

Deutschlands größter Schlacht- und Fleischkonzern Tönnies hat in einem internen Papier auf Verkaufsgerüchte reagiert, sie aber nicht dementiert. „Marktgerüchte kommentieren wir generell nicht. Schließlich sind wir es, die Markt machen und auf Expansion drängen“ heißt in einem Brief an Mitarbeiter und Partner, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

In einem Bericht des Finanzdienstes Bloomberg vom Donnerstag war von einem möglichen Verkauf des Unternehmens für rund 4 Milliarden Euro die Rede. Mitinhaber Clemens Tönnies sondiert demnach den Markt. Ein Sprecher wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

Streit zieht sich bereits seit Jahren hin

Clemens Tönnies (64) und sein Neffe Robert (42) streiten sich seit Jahren um die Vorherrschaft in dem Unternehmen, das vor 50 Jahren von Roberts Vater Bernd gegründet wurde. Beide Familienstämme halten jeweils 50 Prozent.

Zuletzt hatte Robert Tönnies im Juli 2019 auf den Verkauf des Unternehmens gepocht. Hintergrund ist ein 2017 außergerichtlich beigelegter Streit mit seinem Onkel. Sollte es zu einem neuen Streit kommen, sei eine Verkaufsoption vereinbart werden. Die Ausstiegsklausel sieht einen Verkauf an Dritte, aber auch an den jeweils anderen Mitinhaber vor.

dpa

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