Söder: „Werden in den nächsten Tagen den Katastrophenfall ausrufen“

Coronavirus

Bayerns Ministerpräsident Söder warnt: „Die Lage scheint außer Kontrolle zu geraten. Wir sind in einer dramatischen Entwicklung.“ In den kommenden Tagen will er den Katastrophenfall ausgerufen.

München

29.10.2020, 14:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht zur Presse.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder spricht zur Presse. © picture alliance/dpa

Das bayerische Kabinett hat nach der Einigung auf den einmonatigen begrenzten Teil-Lockdown in ganz Deutschland über die konkrete Umsetzung in Bayern beraten und die Corona-Verordnung des Landes erneut angepasst werden. „Wir werden in den nächsten Tagen sicherlich den Katastrophenfall ausrufen“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Anschluss in München.

Das hänge damit zusammen, dass sich „die Infektionszahlen in sieben Tagen um 50 Prozent erhöht“ und sich auch die Belegung der Intensivbetten verdoppelt habe. „Die Lage scheint außer Kontrolle zu geraten“, betonte Söder. „Wir sind in einer dramatischen Entwicklung.“ Und: „Wenn wir nichts tun oder alles so lassen, dann wird es schlechter, dann wird es schlimmer, dann wird es steiler.“

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Die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch hat die bayerische Regierung „eins zu eins übernommen“, sagte der CSU-Politiker. Außerdem appellierte er noch einmal: „Alle müssen aufwachen. Es ist wieder eine Gemeinschaftsaufgabe. Wenn sich nichts tut, würden wir bis Ende November 90.000 Neuinfektionen pro Tag haben.“

Merkel: „Maßnahmen sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig“

Bund und Länder hatten am Mittwoch erneut weitreichende Beschlüsse gefasst, um die Pandemie angesichts der zuletzt dramatisch steigenden Fallzahlen wieder einzudämmen.

Vom 2. November an dürfen sich – vorerst bis Monatsende – in der Öffentlichkeit nur noch Angehörige zweier Haushalte treffen: maximal zehn Personen. Außerdem werden unter anderem Restaurants, Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen sowie Freizeiteinrichtungen, Fitnessstudios, Schwimm- und Spaßbäder geschlossen.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor diesem Hintergrund am Donnerstagmorgen im Bundestag eine Regierungserklärung abgegeben. „Die Maßnahmen sind geeignet, erforderlich und verhältnismäßig“, sagte sie.

RND

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