Single-Mutter angelt sich ihren Babysitter

Kino: "Lieber verliebt"

Reife Frau und 15 Jahre jüngerer Mann. Ob das gut geht? Glaubt man den Sommerloch-Geschichten unserer Illustrierten, die in dieser Konstellation immer mal einen Trend sehen wollen: Aber ja.

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 01.01.2010, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Justin Bartha als Aram und Catherine Zeta-Jones als Sandy in der Komödie "Lieber verliebt".

Justin Bartha als Aram und Catherine Zeta-Jones als Sandy in der Komödie "Lieber verliebt".

In Hollywood wird ein Versuchsaufbau aus der Geschichte. Catherine Zeta-Jones (40) spielt in Bart Freundlichs Turtel-Humoreske "Lieber verliebt" die frisch geschiedene Sandy. Knall auf Fall verlässt sie ihren untreuen Mann, um nach New York zu ziehen. Sie findet Job und Wohnung, braucht aber einen Babysitter für ihre halbwüchsigen Kinder.

Wie das Drehbuch es will, springt Aram (Justin Bartha) ein. Aram ist 25, liest "Harry Potter" und sucht noch seinen Platz im Leben. Bis auf weiteres arbeitet er als Aufpasser für Sandys Kinder. Single-Mutti und männliche Nanny verlieben sich.

Aram ist eben ein patenter, hilfsbereiter Bursche. Sandy hat die Kuppelei-Versuche ihrer Freundin satt: Die schleppt nur peinliche Armleuchter an. Warum nicht mit dem Babysitter ausgehen? Dann wird mehr daraus. Auch Sandys Sohn und Tochter (möchte man öfter sehen: Kelly Gold) können Aram gut leiden.Schönes Paar

Frivolitäten aus Kindermund werden oft strapaziert, sind aber drollig. Amüsant, Arams Part im Frauenzentrum: Er ist der Dummy im Schutzanzug, an dem die Ladys ihre Wut auf Männer abreagieren. Aram und Sandy haben Spaß miteinander. Und geben, Alter hin und her, ein schönes Paar ab. Mit leichter Hand und Augenzwinkern findet der Film Schlüsselszenen für beider Welten. Revue-Sequenzen bringen Schwung in die Romanze. Alles in Butter. Bis holterdipolter die Krise naht. Keine Liebe ohne Probe...

Was gäbe es zu nörgeln? Wieder eine Hollywood-Liebelei im Milieu materieller Sorglosigkeit. Geschenkt. Im Feld der romantischen Komödie zählt "Lieber verliebt" zu den erfrischenderen Exemplaren.

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