„Sind draußen beim Pfützen-Hüpfen“: Starker Regen sorgt für etwas Erleichterung in Australien

Buschbrände

Regenfälle unterstützen die Einsatzkräfte beim Kampf gegen die Buschbrände in Australien. Doch es gibt weitere Probleme - und eine Trauerfeier für einen 28 Jahre alt gewordenen Feuerwehrmann.

Canberra

17.01.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
„Sind draußen beim Pfützen-Hüpfen“: Starker Regen sorgt für etwas Erleichterung in Australien

Eine Feuerwehrfrau geht durch das rauchende Unterholz in einem Buschbrandgebiet. © dpa

In einigen australischen Brandgebieten hilft weiter starker Regen bei den Löscharbeiten. Im am stärksten betroffenen Bundesstaat New South Wales wird der Niederschlag die Feuer nach Angaben der Helfer nicht löschen, aber sie etwas eindämmen. „Ich denke, es hat einen deutlichen Motivationsschub gegeben“, sagte Einsatzleiter Rob Rogers dem Fernsehsender Channel Seven am Freitag.

Zuvor hatte sich die Feuerwehr bei Twitter über den Regen gefreut. Dort zeigte sie ein Schild: „Gleich wieder da. Sind draußen beim Pfützen-Hüpfen!!“ In New South Wales lag die Zahl der Feuer bei unter 80, im benachbarten Victoria waren es 17. Dort lösten Blitze auch einige neue Brände aus.

Trauerfeier für toten Feuerwehrmann

Allmählich werden die Folgen der monatelangen Feuer in Australien greifbarer. In der Nähe von Sydney richteten die Flammen in den Unesco-geschützten Wäldern großen Schaden an. Um die 80 Prozent der Blue Mountains sei von den Feuern in unterschiedlicher Stärke getroffen worden, sagte ein Sprecher der zuständigen Umweltbehörde der Deutschen Presse-Agentur. Ganz sicher sei das alles noch nicht.

Am Freitag gab es im südöstlichen Holbrook eine Trauerfeier für einen 28 Jahre alten Feuerwehrmann. Er war ums Leben gekommen, als sein Löschfahrzeug sich in einem Feuertornado überschlug. Auch der australische Premierminister Scott Morrison kam zu der Feier.

Der Rauch soll laut der Wettervorhersage am Wochenende auch wieder nach Melbourne ziehen. Dort beginnen am Montag die Australian Open. Die schlechte Luft hatte den Tennisspielern in der Qualifikationsrunde große Probleme gemacht. Die Organisatoren sahen sich heftiger Kritik von Spielerinnen und Spielern ausgesetzt.

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