„Short Cuts“ - Nobelpreisträgerin und andere schreiben für Bochum

Kultur

In Zeiten von Corona muss man erfinderisch werden. Das zeigt auch die Aktion des Schauspielhauses Bochum: Dieses ruft eine besondere Reihe ins Leben, bei der auch eine Nobelpreisträgerin dabei ist.

Bochum

15.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Schauspielhaus Bochum können momentan keine Aufführungen stattfinden.

Im Schauspielhaus Bochum können momentan keine Aufführungen stattfinden. © picture alliance/dpa

Das Schauspielhaus Bochum führt in der corona-bedingten Schließungsphase kurze Szenen von 14 Dramatikern als Uraufführungen im Internet auf. Unter anderem seien Elfriede Jelinek, Sibylle Berg und Roland Schimmelpfennig beauftragt worden, für das Ensemble szenische Miniaturen zu schreiben, teilte das Theater am Donnerstag mit.

Ab dem 19. Mai würden wöchentlich drei neue Folgen der „Bochumer Short Cuts“ auf Webseite und Social-Media-Kanälen des Schauspielhauses gezeigt. Regisseur ist Intendant Johan Simons. Die Miniaturen seien für das fast 30-köpfige Ensemble gedacht, berichtete das Theater.

Verschiedene Drehorte

Entstanden seien „wundersame und verstörende, groteske und zarte Texte“, aus denen Kurzfilme unter anderem in Küchen, auf Bürgersteigen oder im leeren Theater gedreht wurden. Teils treten mehrere Schauspieler auf, teils sind es Ein-Personen-Stücke.

Der Beitrag von Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek heißt „Niemandsland“, einzige Darstellerin ist Sandra Hüller. Mit Shakespeares „Hamlet“ und Hüller in der Hauptrolle war das Bochumer Ensemble in diesem Jahr beim Berliner Theatertreffen eingeladen.

dpa

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