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Volksbanken fusionieren

SELM/KAMEN Über eine mögliche Fusion der Volksbank Selm-Bork wurde immer wieder spekuliert. Nun ist es amtlich. Die Volksbanken Selm-Bork und Kamen-Werne wollen ihre Kräfte bündeln.

von Von Theo Wolters

, 14.11.2007

Wie beide Volksbanken gestern in einer gemeinsamen Presseerklärung bekannt gaben, haben die Verwaltungsgremien beider Institute nach intensiven Vorgesprächen einstimmig grünes Licht für die Aufnahme von Fusionsgesprächen gegeben.Erklärtes Ziel ist es, beide Kreditgenossenschaften zu einer Volksbank zusammenzuführen.

Der richtige Weg

„Ich denke, dies ist der richtige Weg, um uns auf dem Markt zu behaupten“, so August Frerick, Vorstand der Volkbank Selm-Bork .  Es  habe auch Gespräche mit der Volksbank Waltrop gegeben, mit der es bereits eine Zusammenarbeit seit Jahren gebe. „Doch die Volksbank Waltrop ist um einiges größer, wir wären ein kleiner Partner gewesen.“ Zudem seien die Kunden mehr in Richtung Werne orientiert. „Die Volksbanken Selm-Bork und Kamen-Werne sind in etwa gleichgroß. Deshalb finden die Verhandlungen in Augenhöhe statt,“ so der Bankvorstand. In einem Schreiben wurden die Vertreter bereits informiert. „Sich den künftigen Herausforderungen stellen und die eigene Leistungsfähigkeit zum Wohle der Mitglieder und Kunden rechtzeitig ausbauen“, so lautet die Maxime, die Ralf Schotte und Jürgen Eilert, Vorstandsmitglieder der Volksbank Kamen-Werne, gemeinsam mit den Vorständen August Frerick und Heinrich Lages von der Volksbank Selm-Bork über ihre weitere Vorgehensweise gestellt haben.

Kerngesunde Partner

„Beide Banken sind kerngesund und in der Region gut positionierte Kreditgenossenschaften. Die geplante Fusion gewährleistet auch für die Zukunft, dass dieses so bleibt“, heißt es in dem Informationsschreiben. Die Beschäftigten sind bereits über die geplante Fusion informiert worden. Man werde größer und könne in allen Bereichen wirtschaftlicher arbeiten, heißt es im Vertreterbrief weiter, bleibe aber dennoch „persönlich und kundennah“. Durch die Bündelung der Stärken beider Institute wolle man die Bankdienstleistungen und das Beratungsangebot an den Standorten Altlünen, Bergkamen, Bork, Cappenberg, Kamen, Selm und Werne kundenorientiert erweitern und damit die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit steigern. Personal soll nicht entlassen werden.

Kleinerer Vorstand

Allerdings wird sich das Vorstandsgremium dann verkleinern. Statt wie bisher zusammen vier wird es künftig nur drei Vorstände geben. Wie Ralf Schotte, Vorstand der Volksbank Kamen-Werne erklärte, werde August Frerick altersbedingt mit der Fusion ausscheiden. Die jetzige Volksbank Selm-Bork wäre dann mit Heinrich Lages im Dreier-Vorstand vertreten. Gemeinsam werden in den kommenden Monaten Vorschläge für die Strategie und Struktur der neuen gemeinsamen Volksbank im Kreis Unna erarbeitet. Sie hätte nach dem Zusammenschluss ein Bilanzvolumen von rund 500 Millionen Euro. Die Zahl der Mitglieder beliefe sich auf über 28 500, die Zahl der Beschäftigten auf 147.

Zum 1. Januar 2009

Über den dann aktuellen Stand der Dinge informieren die Vorstände der Volksbank Kamen-Werne ihre Mitgliedervertreter im November in fünf lokalen Vertretergesprächen. Die Volksbank Selm-Bork lädt Anfang 2008 zu Vertretergesprächen ein. Die eigentliche Beschlussfassung ist den jeweiligen Vertreterversammlungen vorbehalten. „Die Beschlüsse sollen bei Versammlungen Anfang 2009 herbeigeführt werden,“ so August Frerick. Die Fusion solle dann rückwirkend zum 1. Januar 2009 vollzogen werden.

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