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Pornobriefe an 14-Jährigen verschickt

Bewährungsstrafe für Selmer

Wegen der Verbreitung pornographischer Schriften musste sich am Donnerstag ein 57-jähriger Selmer vor dem Lüner Amtsgericht verantworten. Er hatte Briefe an einen knapp 14-Jährigen geschickt mit Fotografien von Geschlechtsteilen und einer Anleitung zur Selbstbefriedigung.

SELM

von Von Heinrich Höckmann

, 05.05.2011

Die Taten lagen schon lange zurück, zwischen September 2007 und Januar 2008. Vor Prozessbeginn hatte der Angeklagte durch seinen Anwalt mitteilen lassen, dass er die Taten gestehen werde.

Das ersparte dem heute 17-jährigen Opfer die Aussage im Zeugenstand. Auch auf die Anhörung von drei Gutachtern konnte verzichtet werden. Die Erstellung dieser Gutachten war der Grund dafür, dass der Prozess erst nach über drei Jahren beginnen konnte. Gleich zu Beginn verlas der Rechtsanwalt des Angeklagten die sehr persönliche Erklärung seines Mandanten. Es habe sich bei der Tat um eine einmalige Entgleisung gehandelt, die er auf seine damalige Lebenssituation zurückführte.

Er habe getrennt von seiner Ehefrau gelebt und ein Alkoholproblem gehabt, wurde erklärt. Inzwischen lebe er wieder bei seiner Frau, die ihn nicht habe fallen gelassen. Er schäme sich, sich in einer solchen Weise einem anderen Menschen genähert zu haben. Die Peinlichkeit war dem Angeklagten förmlich ins Gesicht geschrieben, mit gesenktem Kopf saß er auf der Anklagebank. Das Gericht schenkte ihm wohl Glauben und sprach eine Freiheitsstrafe von acht Monaten zur Bewährung aus. 1800 Euro muss er im Rahmen des Täter Opferausgleichs an einen Hilfsverein zahlen.

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