Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Borker erlebt "Tag der Toten" in Mexiko

MEXIKO CITY/BORK Das Praktikum der Borkers Johannes Heitmann bei der Firma Hella in Mexiko-City neigt sich dem Ende zu. Beeindruckt berichtet er, wie die Mexikaner ihren "Tag der Toten" mit Brot, Masken und bunten Figuren feiern.

von Von Theo Wolters

, 09.11.2007

"Es ist eine gute Zeit, in der ich eine Menge gelernt habe", so Johannes Heitmann. Das Arbeitsklima sei außergewöhnlich gut, aber dennoch könne er sich nicht vorstellen nach dem Studium dort mit der Arbeit zu beginnen. "Hauptgrund mag die Stadt sein, die den Arbeitsalltag durch Staus auf den Straßen stets lang werden lässt. Ich habe mich nur langsam daran gewöhnt mit Hin- und Rückfahrt weit mehr als elf Stunden für die Arbeit unterwegs zu sein." Es bleibe unter der Woche wenig vom Leben und die Wochenenden würden zu Höhepunkten.

Über das Leben vor Ort informieren

Johannes Heitmann nutzt seinen Aufenthalt in der Millionenstadt, sich über das Leben in Mexiko zu informieren. Angetan war er so vom 2. November, dem "día de los muertos" (Tag der Toten). "Was in Deutschland als Allerheiligen in grauer Tristesse auf Friedhöfen zelebriert wird, wird in Mexiko an diesem Tag gefeiert.

Die Friedhöfe werden mit Blumen geschmückt und es werden Opfer für die Verstorbenen mitgebracht." In den Häusern sehe man in diesen Tagen kleine Opferaltäre mit Obst, Kerzen und Bildern der Verstorbenen. "Ich habe mich ins Zentrum aufgemacht, um Stadt und Menschen an diesem besonderen Tag in Mexiko zu fotografieren."

Direkt im Stadtzentrum habe es eine politische Aufführung für die Toten gegeben. "Kritik wurde vor allem gegenüber dem amerikanischen "Halloween-Spektakel" laut, welches in Mexiko unter Jugendlichen immer beliebter wird."

Stadt  voller Menschen

Der eigentliche Tag der Toten werde immer weniger gefeiert und es sei oftmals nicht mehr zu unterscheiden was eigentlich gefeiert werde. "Dennoch war die Stadt voller Menschen und niemals habe ich das Zentrum so überfüllt erlebt."

      Beeindruckt war Johannes Heitmann zum Beispiel von einer voller Kritik strotzende Figur am Tag der Toten. "Das Papier der Figur trägt den Namen des mittelamerikanischen DR-CAFTA Freihandelsabkommens TLC. Ein Großteil der armen Bevölkerung sieht dieses Freihandelsabkommen aus Existenzängsten sehr negativ."

Das Brot der Toten 

Das wichtigste Gebäck sei an diesen Tagen "das Brot der Toten" für die Mexikaner.  "Man kann es nur in den Tagen kurz vor und am Tag der Toten kaufen." Einen starken Eindruck hienterließ auf den  Borker auch die Kathedrale von Mexiko-City an diesem Tag. "Viele Masken von Toten waren dort aufgestellt."

Johannes Heitmann sammelte an dem "Tag der Toten" viele Eindrücke, die er lange nicht vergessen wird. Nun absolviert er noch einige Wochen das Praktikum, bevor er am 12. Dezember mit einem Selmer Freund Richtung Süden aufbricht, um Weihnachten in einem Kinderdorf in Honduras zu feiern.

Studium in Costa Rica

Gemeinsam mit Michael Beinert wird der Borker dann bis zum 16. Januar quer durch Mittelamerika reisen. Anschließend wird Johannes Heitmann dann so langsam mit seinem Studium in Costa Rica beginnen.

 

    

Lesen Sie jetzt