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Autogas schont Geldbörse und Umwelt

SELM Hohe Benzin-, Super- und Dieselpreise schocken mich nicht, ich tanke Autogas“, denken sich derzeit die Halter autogasbetriebener Fahrzeuge, die guten Grund zum Lachen haben.

von Von Antje Pflips

, 26.11.2007
Autogas schont Geldbörse und Umwelt

Rüschkamp-Verkaufsleiter Ralf Kleine-Tebbe und Tankstellenleiter Marco Föhr zeigen hier einen 52 Liter Tank zum nachträglichen Einbau.

Mit 68 Cent pro Liter fährt es sich recht entspannt und das Portemonnaie wird geschont. Dieses Wohlgefühl bietet seit Mittwoch die Araltankstelle Rüschkamp ihren Kunden. Zusammen mit der schon lange vorhandenen Erdgaszapfsäule bildet das Autogas nun eine umweltschonende Alternativbetankung unter einem Dach. Bundesweit ist sie die erste von insgesamt 100 geplanten Araltankstellen, die diesen Service bietet. „Der Kunde steht im Trockenen und kann beide Tankvorgänge in einem erledigen“, führt Marco Föhr, Leiter der Aral-Tankstelle, als positiven Effekt auf.

Schwefelfrei

Das Autogas ist umweltfreundlich, weil es fast keinen Schadstoffausstoß hat und schwefelfrei ist. Deswegen wird auf Autogas bis 2018 ein reduzierter Mineralölsteuersatz erhoben. Es ist ein Raffinerieprodukt und setzt sich aus einem Propan-Butan-Gemisch zusammen. „Je höher der Butananteil, desto weiter fährt es sich mit einer Tankfüllung“, erklärt Föhr. Während viele Fahrzeuge bereits serienmäßig mit Erdgasanlagen ausgestattet werden, ist Autogas für das Nachrüsten von Benzinfahrzeugen besonders geeignet. „Bei jungen Autos und bei Fahrleistungen von mindestens 15 000 Kilometern lohnt sich ein nachträglicher Einbau“, sagt dazu Klaus Hüser, Werkstattleiter bei Rüschkamp. Zwischen Zwei- und Dreitausend Euro kostet dieser Einbau, wobei sich der Tank nach der Größe der Reserveradmulde richtet. „Je nach Kundenwunsch können wir Behälter zwischen 40 und 60 Litern, aber auch bis zu 120 Liter einbauen.“ Das dauert dann rund drei Tage und wird anschließend vom TÜV abgenommen.

Wirtschaftlichkeit

Seit 2002 führt die Werkstatt diese Umrüstarbeiten durch. In Deutschland gibt es derzeit rund 3150 Autogastankstellen und 750 mit Erdgas. „Ich bin mit meinem erdgasbetriebenen Fahrzeug hin und zurück bis nach Italien für 90 Euro gefahren“, machte Marco Föhr noch einmal die Wirtschaftlichkeit dieser Tankalternative deutlich. Zusammen mit Klaus Hüser sieht er den deutlichen Trend hin zu erdgas- und autogasbetriebenen Fahrzeugen. 

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