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Arbeitsagentur informierte sich bei Fahrzeugbau Wacker

Tag der Ausbildung

Mehr als 300 Jugendliche suchen in Selm und Lünen noch eine Ausbildungsstelle zum 1. August. Auf der anderen Seite sind weit über 200 Stellen noch unbesetzt. Über die Gründe und Lösungen sprachen Vertreter der Arbeitsagentur bei einem Besuch der Firma Wacker.

SELM

von Von Matthias Münch

, 18.05.2011

Wie passt das zusammen? Diese Frage stellen sich auch die Mitarbeiter der Arbeitsagentur und geben die Antwort: „Eigentlich gar nicht.“

Deshalb wollen sie junge Leute und Firmen zusammenbringen. Am Mittwoch am bundesweiten Tag des Ausbildungsplatzes, gaben sie dabei deshalb noch einmal richtig Gas. Exemplarisch besuchten Barabara Schmidt, Leiterin der Arbeitsagentur Lünen, und Michael Gulda vom Arbeitgeberservice der Agentur, die Firma Wacker im Selmer Industriegebiet. Begleitet wurden sie von Bürgermeister Mario Löhr.„Früher hatten wir in der Spitze sechs Auszubildende“, erklärte Josef Wacker, Chef der Fahrzeug- und Industrielackiererei mit 16 Beschäftigten. „Zurzeit haben wir nicht einen, weil wir keine passenden Bewerber finden.“

Da der Unternehmer weiß, dass auch in seiner Branche ein akuter Fachkräftemangel droht, rennt die Arbeitsagentur beim ihm offene Türen ein. Josef Wacker will auch Bewerbern mit einem schwächeren Schulabschluss oder anderen Problemen eine Chance geben. Da habe man auch früher schon gute Erfahrungen gemacht. Etwa mit Jugendlichen aus Osteuropa, die Sprachdefizite hatten, oder sogar einmal mit einem Drogenkonsumenten. Diese Einstellung kam der gestrigen Aktion der Arbeitsagentur entgegen. Denn sie stand unter dem Motto „Versteckte Talente sichten.“

Damit sollen alle Potentiale von Bewerbern genutzt werden, wie Barabara Schmidt erklärte: „Wer ein schlechtes Schulzeugnis hat, kann trotzdem ein guter Handwerker werden und ordentliche Arbeit im Betrieb leisten. Deshalb hilft die Arbeitsagentur solchen jungen Leuten mit Nachhilfe und mit sozialen Programmen. Für Firmen, die sie einstellen, gibt es Fördermittel.

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