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71-Jährige mit Darmkeim infiziert

EHEC-Fall in Selm

Eine 71-jährige Selmerin hat sich mit dem Darmkeim EHEC infiziert. Dies teilte die Kreisgesundheitsbehörde am Montag mit.

SELM

von Von Benjamin Glöckner

, 30.05.2011
71-Jährige mit Darmkeim infiziert

Ein Test soll tödlichen EHEC-Erreger schneller nachweisen.

Zum Gesundheitszustand der Selmerin konnte Kreispressesprecherin Constanze Rauert gestern keine Angaben machen. Es ist zurzeit auch noch unklar, wie und wo sich die 71-Jährige infiziert hat.

Spanische Gurken sind nach bisherigen Ermittlungen Überträger des gefährlichen Darmkeims. Deshalb hat das Verbraucherschutzministerium NRW den Handel mit spanischen Schlangengurken durch Erlass stark eingeschränkt. Die Kreisgesundheitsbehörde Unna hat den Ministererlass in eine ab heute kreisweit geltende Verfügung gegossen.Deshalb dürfen nur nachweislich EHEC-freie spanische Gurken gehandelt bzw. verarbeitet werden. Der Nachweis ist durch Vorlage eines entsprechenden Untersuchungsergebnisses zu führen, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises. „Die Einschränkungen gelten aber nicht nur für Händler, sondern auch für gastronomische Betriebe wie etwa Gaststätten, Imbisse oder Kantinen“, hebt Dr. Anja Dirken, beim Kreis Unna für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung zuständig, hervor.

Im Augenblick ist noch unklar, ob auch weitere Gemüsearten mit dem Darmkeim EHEC belastet sind. NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel gibt deshalb noch eine Empfehlung für Verbraucher wie auch gastronomische Betriebe: „Gehen Sie kein Risiko ein. Verzichten Sie bis auf weiteres auf Rohkost, wenn nicht klar ist, dass das Gemüse unbelastet ist.“Wie die zuständigen Bundes- und Landesministerien, das Robert-Koch-Institut (RKI) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) rät die Kreisgesundheitsbehörde außerdem auch weiterhin zur Beachtung allgemeiner Hygienemaßnahmen.

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