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Tiefes Gelände mitten in der Stadt

WESTHOFEN Besitzer von Geländewagen sehen sich seit Jahren dem Spott ausgesetzt, dass sie mit ihren Spritfressern doch nur auf Asphalt unterwegs sind.

von Von Holger Bergmann

, 21.11.2007
Tiefes Gelände mitten in der Stadt

Die Behörde Straßen.NRW macht Dampf und versucht mit ungeheurem Materialaufwand Tempo in die Baumaßnahme zu bringen. Foto: Bernd Paulitschke

Die Einwohner von Westhofen lachen in diesen Tagen nicht mehr über Fahrer von so genannten SUVs, sie beneiden sie. Denn die Fahrt über die Hagener Straße ist zu einem urbanen Off-Road-Abenteuer geworden.Zwei Kilometer abgefräst Zwecks einer umfassenden Erneuerung des Fahrbahnbelages wurde der Asphalt der Hagener Straße auf einer Länge von cirka zwei Kilometern zwischen Kreisverkehr und Ruhrtalstraße abgefräst. Seit Anfang der Woche dürfen Autofahrer auf diesem Streckenabschnitt ihr Können beweisen: Auf Fräskanten achten, ohne Fahrbahnmarkierungen eine Spur finden, 5 cm aus dem Boden ragende Gullideckel umkurven und das Gewusel der zahllosen Baustellen-Fahrzeuge vom normalen Verkehr unterscheiden.Nie mehr Schlaglochtortour So anstrengend die momentane Situation auch ist, bei den Westhofenern dürfte die Erleichterung überwiegen, war die Hagener Straße an der Stelle doch eine echte Schlaglochtortour. Das soll sich jetzt sogar langfristig ändern, denn die Hagener Straße bekommt anstelle des alten 12 cm dicken Oberbaus jetzt eine 24 cm starke Deckschicht. Laut der zuständigen Behörde Straßen.NRW dient diese Verstärkung dem Frostschutz und damit der Haltbarkeit. Auf Höhe der Ruhrbrücke konnte man die Fahrbahn natürlich nicht so tief ausfräsen. Deshalb werden auf diesem Abschnitt nur 4 cm Teer (bitumierter Auflage)erneuert. Wenn die Witterrungsverhältnisse so milde bleiben wie bislang, könnte die Baumaßnahme nach Angaben von Straßen.NRW am Freitag kommender Woche abgeschlossen werden.Flüsterasphalt für 350 000 Euro Dann werden die Autofahrer von Westhofen über rund 350 000 verbaute Euro rollen. Und wenn ihre Autoreifen statt der vertrauten Schlaglöcher auf Flüsterasphalt treffen, dürfen sie sich fragen, wozu man eigentlich Geländewagen braucht.

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