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Tempo 30, weil Land kein Geld für Straßenreparatur hat

Schlagloch-Problem

Auf der Sölder Straße warnt ein Tempo-Limit. 30 Kilometer pro Stunde sind erlaubt, weil die Straße von tiefen Schlaglöchern durchzogen ist. Ähnlich, nur ohne Geschwindigkeitsbegrenzung, sieht es auf der Iserlohner Straße aus. Und das wird vorerst so bleiben.

SCHWERTE

von Von Heiko Mühlbauer

, 30.05.2011
Tempo 30, weil Land kein Geld für Straßenreparatur hat

Tiefe Schlaglöcher auf der Iserlohner Straße vor Haus Villigst: Eine Besserung ist nicht in Sicht.

"Das Land ist arm", erläuterte Hans Kuchenbecker, Leiter der zuständigen Autobahnmeisterei in Dortmund gestern. "Nach unserem heutigen Stand wird es für die Sanierung von Landesstraßen in Schwerte in diesem Jahr kein Geld mehr geben", so die wenig tröstliche Auskunft. Und die betreffenden Abschnitte seien so marode, dass provisorisches Flicken nicht mehr helfe. Bislang habe man wegen des bestehenden Nothaushaltes ohnehin nur rund 40 Prozent der normalen Mittel ausgeben können. Jetzt sei die Situation haushaltsrechtlich zwar anders, finanziell aber auch nicht befriedigend.Prioritätenliste Gut drei Millionen Euro billigt der Landeshaushalt nach derzeitigem Stand der Sanierung von Landesstraßen zu. Die gemeldeten Schäden würden sich aber auf etwa fünf Millionen Euro aufaddieren, so Kuchenbecker. Deshalb habe man eine Prioritätenliste aufgestellt. Die berücksichtige die Belastung der Straße und ihren Zustand. Und die beschädigten Straßen in Schwerte, zu denen neben der Iserlohner Straße und der Sölder Straße auch die Hagener Straße und die Rote Haus Straße gehören, seien für dieses Jahr nicht zur Sanierung vorgesehen.

Das eigentliche Problem seien nicht allein die beiden schweren Winter in Folge, sondern der allgemeine Zustand der Straßen. Der sei teilweise so schlecht, dass ein Ausbessern nicht mehr ginge.

Leistungsfähigere Masse

"Die Masse, die wir zur Reparatur einbringen, ist leistungsfähiger als die bestehende Straßendecke", so Kuchenbecker. Da besteht das Risiko, dass die Straße um die reparierte Stelle weiter aufbricht. Und ein Loch mit einem Huckel in der Mitte sei erheblich gefährlicher als übliche Schlaglöcher. Deshalb sei es an Stellen wie auf der Sölder Straße besser, das Tempolimit bestehen zu lassen, als die Schlaglöcher notdürftig zu stopfen.

Bei der SEG, die für die städtischen Straßen zuständig ist, hat man alle Schadensmeldungen des Winters abgearbeitet. Insgesamt waren es 376 innerhalb eines Jahres, so SEG-Chef Joachim Schulte. Einen Sanierungsstau hat aber auch die Stadt zu verzeichnen.

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