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Motorsport mit Bausäge-Aufklebern

Neues Team

Motorradfahren unter eigenem Namen: Thomas Schymanietz und Benjamin Schottek haben ihr eigenes Racing-Team gegründet. Warum fahren die Freunde von vielen Pferdestärken aber mit Aufklebern eines Brennholz- und Baukreissägen-Herstellers herum?

SCHWERTE

von Daniel Sczekalla

, 20.05.2011
Motorsport mit Bausäge-Aufklebern

Motorsport betreiben unter eigenem Namen: Zwei Schwerter haben jetzt ihre eigenes Racing-Team gegründet.

Wenn es zwei Reifen und einen Motor hat, ist der Schwerter Thomas Schymaniezt der richtige Ansprechpartner. Fünf Tage die Woche macht er sich morgens auf zu seiner Arbeitsstätte.

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Das WIDL-Racing-Team

Thomas Schymanietz und Benjamin Schottek haben ein Motorrad-Rennteam gegründet. "Was ist da los?" - Kurz W.I.D.L. ist sein Name.
20.05.2011
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Thomas Schymanietz (hinten) und Benjamin Schottek auf ihren Maschinen, einer orangenen Yamaha R6 und einer gelben Suzuki GSXR 750.© Foto: Bernd Paulitschke
Ein Satz Reifen für 300 Euro wird an einem Renntag schon mal verbraucht. © Foto: Bernd Paulitschke
Neu gegründetes W.I.D.L. Racing Team aus Schwerte. © Foto: Bernd Paulitschke
Vollgas geben? Nur auf der Rennstrecke! © Foto: Bernd Paulitschke
In Oschersleben ging es zuletzt für Thomas Schymanietz auf die Strecke.© Foto: Bernd Paulitschke
Was ist da los? Das W.I.D.L.-Racing-Team aus Schwerte gibt Gas. © Foto: Bernd Paulitschke
Spongebob fährt mit. Für Benjamin Schottek steht beim Motorsport Spaß an erster Stelle. © Foto: Bernd Paulitschke
Auch Spongbobs Freund Patrick ist als Maskottchen mit dabei.© Foto: Bernd Paulitschke
Schlagworte Schwerte

Eine defekte Schaltung, eine Federgabel die nicht richtig eingestellt ist – für den gelernten Zweiradmechaniker kein Problem. Wenn sich kein Verbrennungsmotor zwischen dem Gestell befindet, nimmt er auch mit einem Fahrrad vorlieb. Sobald es jedoch zum Feierabend läutet, gibt es für ihn kein Halten mehr. Dann geht es für den 23-Jährigen mit seiner Yamaha auf die Straße.

Gas geben und losrasen? Nicht im Verkehr! Dafür gibt es die Rennstrecke. Und dort startet er jetzt mit dem W.I.D.L.-Racing Team. "Die Idee für das Team und den Namen entstand im Februar, wie so oft, bei einem dummen Gespräch", beginnt der Schymanietz die Geschichte des Rennteams zu erzählen. Sein Freund Benjamin Schottek hatte bereits einige Rennen gefahren und teilte dessen Leidenschaft für den Motorsport. Was fehlte war noch eine zweite Rennmaschine. Und ein prägnanter Name. "W.I.D.L. steht für für ‚Was ist da los?`. Eine Abkürzung die wir spaßeshalber gerne bei mir in der Firma benutzen“, lüftet der aus Essen stammende Schottek lachend das Geheimnis. Dass es sich dabei tatsächlich um den Namen einer Firma aus Bayern handelt, konnten die beiden frisch gebackenen Team-Fahrer kaum glauben. "Wir haben dann direkt dort angerufen. Der Chef war begeistert und schickte uns gleich passende Aufkleber für unsere Maschinen zu." Und so zieren die 120 und 140 PS starken Maschinen, und auch den schwarzen Bulli, Aufkleber eines Unternehmens für Brennholz- und Baukreissägen. 

Rot im Kalender angestrichen, haben sich die beiden schon ihren nächsten Termin: Am 2. und 3. August wollen sie beim Renntraining auf dem Hockenheimring starten. Das nächste große Ziel wäre dann im Seriensport Fuß zu fassen. "Wenn alles klar geht, wollen wir damit im kommenden Jahr anfangen", meint Schottek.

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