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Klaus Mertsching gibt im Seniorenzentrum Ehrfahrung weiter

Handwerker, Helfer und Zuhörer

Klaus Mertsching ist Handwerker aus Leidenschaft. In seiner Freizeit schnitzt er gerne Reliefs und Figuren. Doch im Augenblick hat der gelernte Zimmermann dafür wenig Zeit. Andere Aufgaben haben für ihn Vorrang. So zum Beispiel seine Arbeit im Friedrich-Krahn-Seniorenzentrum.

SCHWERTE

von Von Daniel Sczekalla

, 24.05.2011
Klaus Mertsching gibt im Seniorenzentrum Ehrfahrung weiter

Mit Schrauber, Säge und Hammer kennt sich Klaus Mertsching bestens aus. Sein Wissen gibt er den Bewohnern des Friedrich-Krahn-Seniorenzentrums gerne weiter.

Ehrenamtlich ist der 74-Jährige hier jeden Donnerstag, um mit den Bewohnern im neuen hauseigenen Handwerksraum zu arbeiten. „Ich versuche hier in erster Linie Hilfestellung zu geben“, erzählt Mertsching. „Die Senioren müssen erst einmal wieder lernen, mit ihren Händen zu arbeiten.“ Dafür hätten einige aber oft nicht mehr die Kraft. Einen Akku-Schrauber oder auch nur einen Hammer richtig zu halten, ist für manche der älteren Männer keine leichte Sache. Oft sind auch die Augen nicht mehr so gut. Trotzdem tut Mertsching, was er kann. Hilft beim Sägen und Schleifen, hält den Schrauber, zeigt, wie es geht. Für die, die im Rollstuhl sitzen, hat er sogar extra einen in Höhe und Neigung verstellbaren Werktisch gekauft.

Mit einfachen Dingen möchte er mit seinen Teilnehmern beginnen. Für ein Schlüsselbrett zum Beispiel sollten die Senioren Tier-Silhouetten mit Laubsägen aussägen. Manch einer zeigte dabei überraschend gutes Talent. „Einer hat so ordentlich gearbeitet, da hab‘ ich sofort gemerkt, dass er auch Handwerker ist“, berichtet der Ehrenamtler. Doch nicht nur beim Handwerkern ist er für die manchmal nur wenige Jahre älteren Menschen da. „Viele der Teilnehmer möchten sich auch einfach nur mal über Fußball unterhalten“, versucht Mertsching die Beziehung zu beschreiben. Und gesprächig sei er schließlich.

Neben seiner ehrenamtlichen Arbeit im Seniorenzentrum spielt er noch einmal die Woche bei der AWO Skat. „Wenn ich an der Stelle der Bewohner hier wäre, würde ich froh sein, so jemanden zu haben.“ Er möchte dieses Ehrenamt daher so lange ausüben, wie er kann. „Und so lange es die Senioren wollen.“

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