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Inga Rumpf nahm CD in der Rohrmeisterei auf

Ein Hauch von New Orleans, der Heimatstadt des Blues und Soul schwebte am Donnerstagabend durch die Rohrmeisterei. Mit ihrem Programm „Back To The Roots“ (Zurück zu den Ursprüngen) wollte Inga Rumpf gemeinsam mit ihren Fans ihre 40-jährige Bühnenkarriere Revue passieren lassen - und dabei eine CD aufnehmen.

von Von Heiko Mühlbauer

, 16.11.2007

Wenn Rüdiger Hayk erzählen kann, was hier technisch machbar ist, kommt der sonst nüchterne Techniker ins Schwärmen.4 Spuren werden live aufgenommen, die Signale optisch gesplittet und in den Harddiskrecorder geschickt. Der Laie staunt. Denn all das, was Hayk und seine Firma Soundworks akustik hier machen, soll für ein Bootleg des Inga Rumpf-Konzerts in der Rohrmeisterei sein. Bootlegs nennt man verbotenerweise mitgeschnittene Konzerte, die vor allem früher von den Stars verachtet und den Plattenfirmen gejagt auf dem Schwarzmarkt verkauft wurden. Natürlich ist Hayks Arbeit nicht illegal. „Wir produzieren hier ein Bootleg mit professionellem Sound“, verspricht Andreas Linke. Der Mann ist Tourmanager von Inga Rumpf. Fünf Tage lang kann man das Album im Internet bestellen. In zehn Tagen wird es ausgeliefert. Inga Rumpf hat schon drei solcher Alben produziert Und wer kauft so was? Na klar, die Fans, die auch zum Konzert kommen. Das weiß Linke aus Erfahrung. Denn Inga Rumpf hat schon drei dieser Alben produziert. Der besondere Charme liegt in der Atmosphäre. Vier Saal-Mikros hat Hayks Team in der Rohrmeisterei aufgebaut. Um Klatschen und Rufe aus dem Publikum einzufangen. „Wer Inga einen Heiratsantrag zubrüllt, kann sich den hinterher auf CD anhören“, erklärt Hayk. Ob angesichts der Alterstruktur des Publikums und der Aktrice hier immer noch unbedingt auf Hochzeit gedrängt wird, ist fraglich. Nachfrage ist da Fest steht, dass es eine Nachfrage gibt. Bereits während des Soundchecks erkundigt sich ein Fan vor der Tür nach den Bestell-Modalitäten. Derweil haben die Männer von Soundworks in der Halle noch mit den Tücken des Objekts zu kämpfen. Der Monitor-Kopfhörer des Schlagzeugers ist zu leise. Außerdem muss sicher gestellt sein, dass nicht nur der Sound auf der Platte, sondern auch der im Saal stimmt. Doch Tourmanager Linke hat da Vertrauen. „Rüdiger ist der Fitteste“, glaubt er. Und außerdem habe er hier ein Heimspiel, das werde der schon schaukeln. Hat er auch, aber davon mehr in der Konzertkritik in unserer Print-Ausgabe.

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