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Goldener Herbst statt Winter des Lebens

SCHWERTE Noch nie waren die Deutschen so gesund, wohlhabend und alt wie heute. Wer in einer Gesellschaft lebt, in der 60-Jährige noch eine Lebenserwartung von rund 20 Jahren haben, muss sich früher oder später mit dem Thema Altwerden auseinandersetzen.

von Von Patricia Carlucci

, 01.11.2007
Goldener Herbst statt Winter des Lebens

Freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit (v.l.): Geschäftsführer Bernd Löser, Dr. Michael Lerch als neuer Leiter der Geriatrie und Oberarzt Dr. Ulrich Vahle. Foto: Bernd Paulitschke

Am 1. Oktober übernahm Dr. Michael Lerch als neuer Chefarzt die Abteilung für Akutgeriatrie und Frührehabilitation am Evangelischen Krankenhaus Schwerte (EKS), die vor einem Jahr von gegründet wurde.Das Schiff auf Kurs halten „Meine Aufgabe ist es, das Schiff jetzt weiter auf Kurs zu halten.“ , so Lerch. Die Geriatrie soll im EKS nicht etwa als Parkplatz für ältere Menschen verstanden werden, sondern den Patienten mit den Therapieschwerpunkten Schluckstörungen, wie sie oft nach einem Schlaganfall auftreten und Demenz zu möglichst langer Selbstständigkeit verhelfen. „Das Alter,“ so Lerch, „ist längst nicht mehr der Winter des Lebens. Man könnte eher vom goldenen Herbst sprechen.“ Doch um diesen auch genießen zu können, bedarf es oftmals harter Arbeit. Wer Gedächtnisstörungen entwickelt oder nach einem Schlaganfall selbstverständlich Geglaubtes neu erlernen muss, steht vor großen Problemen. Mit Therapie für Veränderung sorgen Auf die persönliche Veränderung muss eine Veränderung der Situation folgen. Zunächst geschieht das auf der 35 Betten starken Station. Mit Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie wird nach dem Prinzip „so viel Hilfe wie nötig, aber so wenig wie möglich“ gearbeitet. Dass die Angehörigen dabei auch mit einbezogen werden, ist für Dr. Michael Lerch selbstverständlich. „Schließlich werden 80% der Patienten von Angehörigen gepflegt,“ weiß er.Für Übergangszeit ist gesorgt Auch für die schwierige Übergangszeit nach der Entlassung wird gesorgt. Die im Mai eröffnete Tagesklinik bietet für Patienten, die einer Weiterbehandlung bedürfen die Möglichkeit am Feinschliff ihres Therapieerfolges zu arbeiten. Im Schnitt 15 Behandlungstage lang. „Das Besondere an unserer Tagesklinik ist die alltagsnahe Situation,“ erklärt Dr. Miachel Lerch. So gibt es beispielsweise gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten, die manch einen Patienten über sich hinauswachsen lassen. „Manche,“ so Lerch, „sind ganz überrascht, wie gut sie z.B. malen können.“

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