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Feiern statt trainieren

Haus Kreinberg

Theater, Musik und Tanz statt Kampfsport: Nach mehr als drei Jahrzehnten kann der Saal vom Haus Kreinberg wieder zu seiner ursprünglichen Nutzung zurückkehren.

SCHWERTE

von Reinhard Schmitz

, 14.05.2011
Feiern statt trainieren

Die Gaststätte Kreinberg soll nach den Plänen der EWG ihren Versanstaltungssaal zurückbekommen.

Die Budogemeinschaft, deren Vertrag von der Eisenbahner-Wohnungsgenossenschaft (EWG) zum 30. Juni gekündigt worden war, ist bereits vorzeitig in die frühere Tennishalle Im Reiche des Wassers umgezogen. „Wir trainieren dort offiziell seit Montag“, berichtet Vorsitzender Guido Böse.

Mit der tatkräftigen Unterstützung von 40 Freiwilligen habe der Verein am Wochenende seine Matten und Gerätschaften in das neue Domizil geschafft: „Der Kreinberg ist schon zu 90 Prozent leer.“ Geblieben ist eigentlich nur noch letzter Müll, der darauf wartet, entsorgt zu werden. Den Plänen der EWG, den Saal künftig wieder als Veranstaltungsstätte zu nutzen, steht damit nichts mehr im Wege. Sie will die 400 Quadratmeter in Eigenregie führen, um das Zugriffsrecht zu behalten, wie Geschäftsführer Siegfried Dziemballa erklärt: „Der Pächter der Kreinberg-Gastronomie soll ihn bei Bedarf zumieten können.“ Wie gewohnt, wird dort am 20. Juni zunächst einmal die Mitgliederversammlung der Genossenschaft stattfinden.

Was danach alles in dem Veranstaltungsort möglich sein soll, dafür möchte Dziemballa ein eigenes Benutzungskonzept erstellen. Zu berücksichtigen sind dabei die Vorgaben von Versammlungsstätten-Verordnung und Brandschutz, aber auch die Bedürfnisse und Vorstellungen der EWG. „Dazu brauchen wir professionelle Unterstützung“, will der Geschäftsführer Schnellschüsse auf jeden Fall vermeiden. Während die hauseigene Architektin die baurechtliche Seite bearbeiten kann, müssen Fragen wie Bühnengestaltung, Bestuhlung oder Beschallung noch geklärt werden. Denn der Saal soll multifunktional werden, zum Beispiel auch Schulungsraum für Firmen. „Wir sind für alle Ideen offen“, sagt Dziemballa.

Ein Kino sei noch nicht angedacht worden. Aber es hätten schon Bands und Theatergruppen nach Auftrittsmöglichkeiten gefragt. Für Dziemballa eine weitere Bestätigung fürs Projekt: „Das sehe ich als Chance für uns und unseren Stadtteil.“

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