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"Er war die Leitfigur der SPD"

SCHWERTE Trauer und Mitgefühl bestimmt das Gefühlsleben vieler Schwerter Sozialdemokraten nachdem Rücktritt Franz Münterferings von allen seinen Ämtern.

von Von Holger Bergmann

, 13.11.2007
"Er war die Leitfigur der SPD"

Ex-Fraktionschef Walter Weiher.

"Die Familie hat absoluten Vorrang", zeigte Walter Weiher, der ehemalige Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat, Verständnis für Münteferings Entscheidung, seiner kranken Frau beizustehen.Großer Verlust für die Bundes-SPD

Ursula Meise, von der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, sieht in dem Rücktritt einen großen Verlust für die Bundes-SPD: "Auch wenn Franz Müntefering die Partei polarisiert hat, er war die Leitfigur unserer Partei in den vergangenen Jahren." Aber auch sie kann den Schritt des Vizekanzlers verstehen. "Man konnte im Fernsehen sehen, dass er nicht mehr das Feuer hatte. Die Krankheit seiner Frau hat ihn schwer mitgenommen."

Gelegenheit für den politischen Nachwuchs

An "ganz enorme Auswirkungen" des Rücktritts glaubt Ursula Sobelat, die ehemalige Bürgermeisterin von Schwerte. "Ich bin sicher, dass viele Leute, die näher dran sind als wir, überfragt sind, wie es jetzt weiter geht.

In dem Punkt hat der aktuelle Fraktionsvorsitzende der SPD im Rat, Hubert Freistuehler konkrete Vorstellungen. "Das ist eine der Gelegenheiten, die eine Partei nutzen kann, um sich zu verjüngen und politischen Nachwuchs in verantwortungsvolle Positionen zu bringen."

Schwerter Genossen wollen Münteferings Politik weiterführen

Auch wenn mit Sozialminister Franz Müntefering der Vorkämpfer in der Diskussion um Mindestlohn nicht mehr in einer verantwortlichen Position steht, glauben die Schwerter Genossen an einer Weiterführung seiner Politik. "Viele Menschen, die arbeiten, benötigen zum Leben trotzdem Geld vom Staat. Die SPD muss einen Mindestlohn in Deutschland durchsetzten, alles andere wäre fatal", fordert Ursula Sobelat.

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