Schutz vor Corona-Ausbreitung: Trauungen in Nordkirchen sind ab sofort nicht mehr möglich

Corona-Krise

Was dürfen Gewerbetreibende in der Coronakrise noch und was nicht? Die Gemeinde Nordkirchen musste am Montag viele Fragen beantworten. Fest steht indes: Trauungen sind nicht mehr möglich.

Nordkirchen

, 23.03.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Hochzeiten in Nordkirchen wurden bereits auf den Sommer verlegt. Wegen der Corona-Pandemie sind seit Montag (23.3.) keine standesamtlichen Trauungen mehr möglich.

Viele Hochzeiten in Nordkirchen wurden bereits auf den Sommer verlegt. Wegen der Corona-Pandemie sind seit Montag (23.3.) keine standesamtlichen Trauungen mehr möglich. © Photo by Thomas AE on Unsplash

Die Corona-Krise wirkt sich drastisch auf Hochzeiten aus: Standesamtliche Trauungen sind seit Montag nicht mehr möglich. Die Gemeinde habe diesbezüglich schon Kontakt zu Paaren aufgenommen, die ihre Trauung in Nordkirchen geplant hatten, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann im Gespräch mit dieser Redaktion sagt. Ausgenommen von dieser Regelung sind Not-Hochzeiten, beispielsweise wenn einer der Partner schwer krank ist.

„Die meisten Paare haben ihre Trauung bereits in den Sommer verlegt“, sagt Bergmann. Zuletzt war es nur noch möglich mit maximal acht Personen - Brautpaar und Fotograf inklusive - in der Schlossgemeinde zu heiraten. Zusätzliches Personal hat die Gemeinde derweil im Bereich Ordnung im Einsatz.

Vier Mitarbeiter kontrollieren - auch abends

Mit insgesamt vier Mitarbeitern (zwei mehr als zuletzt) ist das Ordnungsamt im Einsatz, um zu kontrollieren, ob die neuen Auflagen zur Corona-Eindämmung eingehalten werden. Bergmanns persönliche Beobachtung fällt dabei positiv aus: „Die Nordkirchener halten sich zum überwiegenden Teil an die Vorgaben“, sagt der Bürgermeister.

Auch die Rückmeldung der Ordnungsamtsmitarbeiter sei insgesamt positiv. Kontrollieren werde die Gemeinde dennoch: nicht nur tagsüber, sondern auch in den Abendstunden.

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Die Verwaltung selbst halte sich ebenfalls an die Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus. Die Kontakte im Rathaus seien auf das Nötigste reduziert, Abstände von zwei Metern Pflicht. Gespräche finden am Telefon oder in Videokonferenzen statt, erklärt der Bürgermeister.

Viele Fragen musste die Gemeinde zum Wochenbeginn auch den Gewerbetreibenden in Nordkirchen beantworten. Egal ob Restaurants, Geschäfte oder Pflegebetriebe: Viele seien verunsichert, was noch erlaubt ist und was nicht. Restaurants und Imbisse behelfen sich beispielsweise seit einigen Tagen mit Vorbestellungen und Fensterverkäufen. Das sei auch weiterhin möglich, so Bergmann. Der Bürgermeister lobt die kreativen Ideen, mit denen die Gewerbetreibenden in Nordkirchen versuchen, die Krise zu überstehen. Das Schlaun-Café bietet beispielsweise einen Lieferservice für Brot und Co an.

„Dazu haben natürlich nicht alle die Möglichkeit“, fügt er hinzu. Die Wirtschaftsförderung der Gemeinde und des Kreises Coesfeld werde auch weiterhin beraten und den Unternehmern helfen, kündigt Bergmann an.

Verkauf und Reparatur - was ist noch erlaubt?

Eine weitere Frage, die es am Montag zu klären galt: Wie sieht es mit dem Auto- und Fahrradhandel aus? Dürfen noch Autos und Fahrräder verkauft werden? Sind Reparaturen zulässig? Ja und nein. „Verkäufe von neuen Fahrzeugen und Fahrrädern sind nicht mehr zulässig“, sagt Bergmann. Gute Nachrichten hingegen für diejenigen, die nicht neu kaufen, sondern denen eine Reparatur ausreicht: Auto- und Fahrradreparaturen sind nach wie vor erlaubt.

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