Schützen und Nutzen: Naturpark Hohe Mark in Raesfeld

dzNatur

An der Entwicklung des Naturparks Hohe Mark sind viele beteiligt. Inzwischen haben der Park und seine Angebote auch eine bessere Wahrnehmung erfahren. Denn zu entdecken gibt es dort jede Menge.

von Andreas Rentel

Raesfeld

, 25.08.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wir sind gut aufgestellt“, sagt Dagmar Beckmann, die Geschäftsführerin des Vereins Naturpark Hohe Mark, über das Verhältnis zur Politik und den beteiligten Institutionen. Die vier Kreise Borken, Wesel, Recklinghausen und Coesfeld sowie die Bezirksregierungen in Münster und Düsseldorf stünden der Arbeit „sehr wohlwollend“ gegenüber, sagt sie. Ihr Eindruck: Der Naturpark werde gesehen und gefördert.

„Klappern gehört zum Handwerk“, so Beckmann weiter. Heißt: Der Naturpark müsse stets auf sich und seine Angebote aufmerksam machen. Durch die Projekte, die aus der Regionale 2016 entstanden sind – der Hohe-Mark-Steig, die dazu gehörende Route und der erweiterte Internetauftritt – gelinge es, wahrgenommen zu werden.

Eine Form der Aufmerksamkeit gibt es

Inzwischen gebe es bei den politischen Akteuren und den Kommunen eine andere Form von Aufmerksamkeit, ist die Geschäftsführerin überzeugt. „Man weist auf uns hin“, sagt sie mit Blick auf politische Akteure. Die Sorge, der Park könne vereinnahmt werden, sei unbegründet. „Das tut uns gut“, sagt Beckmann über die regelmäßigen Kontakte mit der Politik. „Inzwischen müssen wir nicht mehr betteln.“ Es gebe Wünsche aus den Parteien und Rathäusern, die nicht immer positiv beantwortet werden könnten, ergänzt sie.

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Einen gewissen Nachholbedarf sieht Beckmann bei der Bekanntheit des Naturparks in der Bevölkerung. Sie erklärt: „Wir arbeiten daran.“ Und: „Das wird.“ Denn bedingt durch die Coronavirus-Pandemie gebe es gemäß dem Motto „Urlaub vor der Haustür“ deutlich mehr Zuspruch bei den Angeboten im Park. So werde der Bereich Wandern inzwischen viel mehr nachgefragt, nennt sie ein Beispiel.

Woher kommen die Besucher?

Woher die Besucher des Naturparks kommen, lasse sich nur schwer beantworten. Sicher aus dem näheren Umfeld und dem Ruhrgebiet. „Der Naturpark hat eine gewisse Strahlkraft“, betont Beckmann. Es bleibe weiter das Bestreben, die Tagesgäste für drei oder vier Tage in der Region zu halten.

Dagmar Beckmann ist Geschäftsführerin des Vereins.

Dagmar Beckmann ist Geschäftsführerin des Vereins. © Andreas Rentel


Dass der Naturpark „ein Pfund für die Kommunen“ ist, sei bei den Verantwortlichen angekommen. Es sei wichtig, dass Bürger, Kommunen und Besucher sehen, dass der Verein den Naturpark als Kulturlandschaft bespiele, um die Natur zu schützen und zu erhalten. Beckmanns Eindruck: Auch wenn ein Mehr an Hilfe stets wünschenswert sei – „wir sind ganz gut unterwegs“.

„Naturparke vor Ort stärken“

Beatrix Losem vom Verband der Naturparke Deutschlands (VDN) erklärt, dass die politische Unterstützung für jeden Park an unterschiedliche Bedingungen geknüpft sei. Dabei gehe es auch um die Personalstärke vor Ort und die jeweiligen Schwerpunkte. Aufgabe des VDN sei es, Themen zu bündeln, um sie auf Landes- und Bundesebene bekannter zu machen. „Naturparke vor Ort stärken“, sei ein wichtiger Aspekt. „Sehr gut“ seien in der Politik zwei Studien aufgenommen worden, bei denen es um die Projekte von zwei Naturparks ging.

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Die Einsicht, die Natur zu schützen, sei bei den Beteiligten angekommen, sagt Losem. Nur: Diese Einsicht bringe nicht viel, wenn die erforderlichen Mittel fehlen. Der VDN könne als Vermittler für die politische Unterstützung werben. Aufgabe der Naturparke sei es in erster Linie, Netzwerke zu schaffen. Ein Aspekt, der auch im Raesfelder Naturparkhaus stets eine Rolle gespielt hat.

Tourismus als wichtiges Standbein

„Man versucht, damit zu punkten“, sagt Gerd Abelt von der Gemeinde Schermbeck über die Arbeit im Naturpark Hohe Mark. Er verweist dabei auch auf den Hohe-Mark-Steig. Auch er hat den Eindruck, dass das Interesse am Thema Wandern zunimmt. In der Politik sieht er ein differenziertes Bild, zum Beispiel beim Tourismus. In Schermbeck und Raesfeld soll dieser als wichtiges Standbein gefördert werden. Ziel müsse es sein, erläutert Abelt, überregional wahrgenommen zu werden.

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Die Weiterentwicklung des Parks, darin besteht Einigkeit, werde nur im Miteinander der Akteure gelingen. Beatrix Losem: Dabei helfe auch der Austausch der Naturparks untereinander.

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