Schnellere Corona-Impfungen in Härtefällen möglich

Gesundheit Impfung

Menschen mit Vorerkrankungen und einem besonders hohem Gesundheitsrisiko können in Einzelfällen bevorzugt in den Impfzentren in Nordrhein-Westfalen geimpft werden.

Düsseldorf

26.02.2021, 12:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Arzt impft im Impfzentrum den Sportlehrer Jürgen Dittrich mit dem Wirkstoff von Astra Zeneca gegen das Coronavirus. Nach der höheren Einstufung bei der Impfreihenfolge haben Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher in manchen Landkreisen die Möglichkeit sich impfen zu lassen.

Ein Arzt impft im Impfzentrum den Sportlehrer Jürgen Dittrich mit dem Wirkstoff von Astra Zeneca gegen das Coronavirus. Nach der höheren Einstufung bei der Impfreihenfolge haben Lehrkräfte sowie Erzieherinnen und Erzieher in manchen Landkreisen die Möglichkeit sich impfen zu lassen. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Eine Bevorzugung bei den Impfungen sei aber nur aufgrund von Einzelfallentscheidungen möglich, teilte das NRW-Gesundheitsministerium am Freitag mit. Voraussetzungen sind ein aktuelles Attest vom Arzt und ein Antrag, wie der WDR zuerst berichtete.

„Es gibt Menschen mit Vorerkrankungen, die sich in der Liste der Coronaimpfverordnung nicht wiederfinden“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Jetzt sei „ein im Grundsatz pragmatisches Verfahren“ geschaffen worden, das den Betroffenen „bestmöglich weiterhelfen“ solle. In Frage kämen zum Beispiel Personen, denen eine Chemotherapie bevorstehe.

Einzelfallentscheidung

Das Attest darf nicht vor dem 8. Februar datiert sein. Dann muss man einen Antrag auf vorgezogene Impfung inklusive Attest beim Kreis oder der kreisfreien Stadt stellen, wo man gemeldet ist. Bestehen Zweifel an der ärztlichen Beurteilung, kann die zuständige Behörde laut Ministerium den Antrag zur Prüfung an die Deutsche Rentenversicherung weiterleiten. Das Ergebnis der Prüfungen werde dem Antragsteller „zeitnah mitgeteilt“, hieß es. Ist es positiv, wird ein Impftermin im jeweiligen Impfzentrum vereinbart.

Ausgenommen von dem Verfahren seien chronisch Kranke, die in der Corona-Impfverordnung des Bundes bereits genannt werden. Diese Menschen müssen laut Ministerium „keinen Antrag auf Einzelfallentscheidung“ stellen und erhalten ein gesondertes Impfangebot im März. Zu dieser Gruppe zählen etwa Menschen nach einer Organtransplantation sowie mit einer Demenz, geistigen Behinderung oder einer schweren psychiatrischen Erkrankung. Auch Personen mit chronischer Nierenerkrankung oder Asthma, mit HIV-Infektion oder Autoimmunerkrankungen gehören nicht zu den Einzelfällen.

dpa

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