Schlachthof Bochum: 22 Mitarbeiter mit Coronavirus infiziert

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22 Mitarbeiter des Schlachthofes in Bochum sind mit dem Coronavirus infiziert. Die Behörden entdeckten außerdem Mängel in den Unterkünften.

von Thomas Schmitt

Bochum

, 11.05.2020, 10:12 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Fleischindustrie entwickelt sich nach den Fällen in Coesfeld und Oer-Erkenschwick ganz offensichtlich zu einem Corona-Hotspot. Auch in Bochum sind Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Und in den Unterkünften der Beschäftigten steht es nicht zum Besten.

Mitarbeiter von Bezirksregierung, Gesundheitsamt und Ordnungsamt stellten in der vergangenen Woche in Unterkünften von Mitarbeitern des Schlachthofes in Bochum hygienische Mängel fest.

Schlachthof-Mitarbeiter in verschimmelter Wohnung untergebracht

Die bei einem Subunternehmen beschäftigten Personen waren zum Teil in einer verschimmelten Wohnung untergebracht. Der Wohnungseigentümer wurde aufgefordert, die Mängel umgehend zu beseitigen. 21 Beschäftigte wurden angetroffen. Sie alle werden nun prophylaktisch auf das Coronavirus getestet.

Auch am Bochumer Schlachthof selbst wurden Hygienekontrollen durchgeführt. Bei der Überprüfung wurden aber keine Mängel festgestellt. Insgesamt sind dort rund 300 Menschen beschäftigt. Alle Beschäftigten sollen auf das Coronavirus getestet werden.

22 Mitarbeiter des Schlachthofes Bochum sind mit dem Coronavirus infiziert

Nach den bisher vorliegenden 121 Ergebnissen sind 22 Personen infiziert, darunter ein Bochumer Beschäftigter. Am Samstag sind 70 Abstriche durchgeführt worden. Diese Ergebnisse liegen aber noch nicht vor, teilte die Stadt am Sonntag mit.

Zur aktuellen Coronaschutzverordnung gibt es teilweise nähere Bestimmungen zu den einzuhaltenden Hygienebestimmungen. In diesem Zusammenhang weist die Stadt darauf hin: Jede/r Gewerbetreibende muss eigenverantwortlich für die Einhaltung der Regeln in seinem/ihrem Betrieb achten. Sämtliche neuen Bestimmungen sind unter www.bochum.de/Corona zu finden.

„Wir sind nicht in der Lage, die Einhaltung der Bestimmungen flächendeckend zu kontrollieren“, räumte ein Sprecher der Stadt gegenüber unserer Redaktion ein.

Diese Artikel erschien zuerst auf WAZ.de

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