Ruhrtriennale mit beachtlichen Zahlen zum Abschluss

Intendant Simons zieht Bilanz

„Aller guten Dinge sind drei – und das Beste ist Nummer drei“, zieht Johan Simons vor dem Schlusswochenende Bilanz. Und die Zahlen geben ihm recht. Rund 34 000 der 37 500 Tickets für die 135 Veranstaltungen wurden verkauft – 90 Prozent Auslastung sind der beste Wert der Triennale des Niederländers.

BOCHUM

, 27.09.2017, 18:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ruhrtriennale mit beachtlichen Zahlen zum Abschluss

Das Beste kam zum Schluss: Intendant Johan Simons.

Die kostenlosen Installationen und Veranstaltungen zogen 45 000 Besucher an. Wie in jedem Jahr betrug der Etat der Ruhrtriennale 14,5 Millionen Euro. „Die Ruhrtriennale soll nicht kalkuliert und offen für aktuelle politische Themen sein“, sagte Ruhtriennale-Intendant Johan Simons.

Besonders stolz sei er auf das Musiktheater „Kein Licht“ von Philippe Manoury nach Texten von Elfriede Jelinek. Politischer als die Gedankenspiele um Trump und eine Atomkatastrophe gehe es nicht. Nicht umsonst steht „Kein Licht“ auf Rang drei der bestbesuchten Produktionen mit 2400 Tickets. 

Eröffnung ist der Höhepunkt der Ruhrtriennale

Die klare Nummer eins war das Eröffnungsstück „Pelléas et Mélisande“ mit rund 5300 verkauften Tickets. Johan Simons‘ „Cosmopolis“ reiht sich mit über 3000 Tickets dahinter ein. „The Good, the Bad and the Ugly“ vor der Bochumer Jahrhunderthalle und „Truck Tracks Ruhr“ in der Mischanlage auf Zeche Zollverein in Essen gehören mit zusammen rund 20 000 Besuchern zu den beliebtesten Installationen.

Geschäftsführerin Vera Battis-Reese erklärte, dass Simons dem Ruhrgebiet „himmlische Momente“ bereitet habe, wie es ein Besucher in der vergangenen Woche nach einer Vorstellung sagte. Und es waren noch nicht die Letzten.

Am 2. Oktober beschließt Simons die Triennale

Es finden noch Vorstellungen von „Kleine Seelen“, „Cosmopolis“ und „Missa Solemnis“ statt. Am 30. September gibt es im Refektorium vor der Jahrhunderthalle die finalen Veranstaltungen mit einer Performance von Teentalitarismus und einem Konzert von „Arca“ in der Turbinenhalle.

Am 2. Oktober beschließt Simons seine Intendanz mit einem kostenlosen Konzert des Saxofonquartetts mit dem ungewöhnlichen Namen „Bl!ndman“ im und am Refektorium in Bochum.