RKI stuft Niederlande als Hoch-Inzidenzgebiet ein - Neue Regeln gelten nach Ostern

Coronavirus

Die Bundesregierung hat am Ostersonntag die Niederlande als Hochinzidenz-Gebiet eingestuft. Damit gelten direkt nach Ostern neue Regeln.

NRW/Niederlande

04.04.2021, 13:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Schild weist an der Autobahn 52 auf den Grenzübergang zu den Niederlanden hin. Zahlreiche Deutsche nutzen die Osterfeiertage zu einem Abstecher in das Nachbarland. (zu dpa: "Bundesregierung stuft Niederlande als Hochinzidenzgebiet ein2) +++ dpa-Bildfunk +++

Ein Schild weist an der Autobahn 52 auf den Grenzübergang zu den Niederlanden hin. Zahlreiche Deutsche nutzen die Osterfeiertage zu einem Abstecher in das Nachbarland. (zu dpa: "Bundesregierung stuft Niederlande als Hochinzidenzgebiet ein2) +++ dpa-Bildfunk +++ © picture alliance/dpa

Wegen besonders hoher Corona-Infektionszahlen in den Niederlanden stuft die Bundesregierung das Nachbarland nach Ostern als Hochinzidenzgebiet ein. Wer ab Dienstag von dort nach Deutschland einreist, muss bereits bei der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen können, wie das Robert Koch-Institut am Sonntag bekanntgab.

Die Quarantänepflicht von zehn Tagen mit der Möglichkeit, sich nach fünf Tagen mit einem zweiten Test zu befreien, bleibt unverändert. Für Pendler gibt es Ausnahmeregelungen.

Viertes Nachbarland mit einer Wocheninzidenz von mehr als 200

Nach Tschechien, Polen und Frankreich sind die an Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen grenzenden Niederlande das vierte Nachbarland, das als Hochinzidenzgebiet mit mehr als 200 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen (Inzidenz) eingestuft wird. Zuvor galten die Niederlande laut RKI als Risikogebiet, Einreisende mussten erst nach 48 Stunden ein Corona-Testergebnis vorlegen können.

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Von den 26 EU-Partnerländern Deutschlands sind ab Dienstag mit den Niederlanden 13 als Hochinzidenz- und 13 ganz oder teilweise als Risikogebiete eingestuft. Die Niederlande mit rund 17 Millionen Einwohnern befinden sich seit Mitte Dezember in einem Lockdown, seit Ende Januar gilt auch eine abendliche Ausgangssperre. Dennoch nehmen die Infektionszahlen weiter zu. Die Regierung hat bereits angekündigt, dass nicht mit einer schnellen Lockerung der Maßnahmen zu rechnen sei.

Zuletzt waren am Samstag 7682 neue Infektionen registriert worden, 413 mehr als am Vortag. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei etwa 300 Infektionen pro 100 000 Einwohner.

Laschet und Rutte hatten bereits Karfreitag an die Bevölkerung appelliert

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und der niederländische Regierungschef Mark Rutte hatten bereits am Karfreitag vor grenzüberschreitendem Reiseverkehr an Ostern gewarnt. „Bleiben Sie zu Hause. Verzichten Sie auf Urlaubsreisen und Ausflüge ins Nachbarland“, appellierten sie in einer gemeinsamen Erklärung an die Bürger. Das sei ein wichtiger Beitrag, um wirklich notwendigen Grenzverkehr so reibungslos wie möglich sicherzustellen.

Was unbedingt nötig sei, könne weiterhin im Nachbarland erledigt werden. „Lassen Sie uns mit Verständnis und rücksichtsvollem Verhalten dieses Jahr zu einem Anfang vom Ende der Pandemie machen“, baten Laschet und Rutte.

dpa

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