Rififi, Plattenbau und ein Haufen drolliger Verlierer

Der Titel ist Programm: "Ossi's Eleven" verballhornt Steven Soderberghs "Ocean's Eleven" und verlegt das Milieu mal eben in die ostdeutsche Pampa. Rififi und Plattenbau!

von Von Kai-Uwe Brinkmann

, 04.03.2008, 14:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Elvis lebt: Thommy (Sascha Schmitz) verwandelt in „Ossis Eleven“ seinen Arbeitsplatz zur Bühne.

Elvis lebt: Thommy (Sascha Schmitz) verwandelt in „Ossis Eleven“ seinen Arbeitsplatz zur Bühne.

Flapsige Dialoge

Flapsige Dialoge

Ossi trommelt ein Team zusammen. Zwei Brüder (Götz Otto und Michael Brandner), die sich mit einem Imbiss durchschlagen. Ein Maulheld von Lastwagenfahrer (gut: Stefan Jürgens). Ein früherer Stasi-Mann. Zwei frustrierte Büromäuse. Ein Russe. Der Hobby-Elvis (Popstar Sasha) und sein Opa. Ein grantelnder Bajuware. Je mehr mitmachen, desto weniger können uns verraten!

Elf Freunde müsst ihr sein. Klappt aber nicht: Die Bande pflaumt sich ständig an. Oliver Mielke (Buch und Regie) gießt das in flapsige Dialoge und muntere Gagminiaturen. Beiläufig serviert, zünden die Pointen umso besser.

Bei aller Lust an Kicherkomik wahrt die Story auch Bodenhaftung. Die Tristesse des deutschen Ostens ist immer präsent. Die Kamera schwenkt über die "Platte", der Bayer nörgelt: "Mich kotzt hier alles an." Und die Musik ("große" Thriller- und Morricone-Zitate) fungiert als höhnisch-ironischer Kommentar. Die Darsteller treffen den Ton und spielen sich ins Herz des Kinogängers. Das macht Laune und unterhält. Mehr haben wir nicht gewollt.

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