Reisewarnung für mehr als 160 Länder wird bis 14. September verlängert

Coronavirus

Die Reisewarnung für mehr als 160 Länder außerhalb der EU galt eigentlich bis zum 31. August. Nun wurde sie um zwei Wochen verlängert. Und das hat Folgen für Touristen.

Berlin

26.08.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Reisewarnung für viele Staaten außerhalb der EU gilt weiterhin.

Die Reisewarnung für viele Staaten außerhalb der EU gilt weiterhin. © picture alliance/dpa

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für Touristen wegen der Corona-Pandemie für mehr als 160 Länder außerhalb der Europäischen Union um zwei Wochen bis zum 14. September verlängert. Das wurde am Mittwoch in der Kabinettssitzung entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.

Corona-Pandemie führte zur ersten weltweiten Reisewarnung

Außenminister Heiko Maas hatte am 17. März eine Reisewarnung für Touristen für alle rund 200 Länder der Welt ausgesprochen – ein einmaliger Vorgang. Im Juni wurden die Länder der Europäischen Union, des grenzkontrollfreien Schengen-Raums sowie Großbritannien, Andorra, Monaco, San Marino und der Vatikanstaat ausgenommen. Später kamen noch Teile der Türkei hinzu. Für die anderen mehr als 160 Länder wurde die Reisewarnung zunächst bis zum 31. August verlängert. Jetzt gilt sie bis Mitte September, dann muss neu entschieden werden.

Reisewarnung – was bedeutet sie eigentlich?

Eine Reisewarnung ist die höchste Warnstufe der Bundesregierung für Touristen – und in der Corona-Krise hat das Auswärtige Amt am 17. März 2020 erstmals eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen. In der Folge einer Reisewarnung stornierten die meisten Reiseveranstalter sämtliche Buchungen.

Als Voraussetzung für diese höchste Warnstufe gilt eine „konkrete Gefahr für Leib und Leben“ von Urlaubern. Den Schritt begründete die Bundesregierung mit dem stark eingeschränkten internationalen Luft- und Reiseverkehr sowie den Einreisebeschränkungen, den Quarantänemaßnahmen und weiteren Einschränkungen in den Ländern.

Reisewarnung ist kein Reiseverbot

Eine Reisewarnung ist kein Verbot, soll aber eine erhebliche abschreckende Wirkung haben. Allerdings hat sie auch eine positive Seite für Verbraucher: Sie ermöglicht es Reisenden in der Regel, Buchungen kostenlos zu stornieren. Die Reisewarnung erfolgt unabhängig von der Einstufung von Ländern als Risikogebiete. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehrt, muss sich auf Corona testen lassen.

Mehrere bei Deutschen beliebte Urlaubsziele wie Ägypten und Tunesien hatten zuletzt gefordert, die Reisewarnung wieder aufzuheben.

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