Razzia gegen Kinderpornografie: Fast 3000 Datenträger sichergestellt

Kriminalität

Bei einer bundesweiten Razzia gegen Kinderpornografie wurden fast 3000 Datenträger sichergestellt - darunter auch entsperrte Handys. In NRW war die Polizei an 21 Adressen im Einsatz.

Köln

27.01.2021, 18:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizisten gehen während einer Razzia wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornographie an einem Wohnhaus vorbei.

Polizisten gehen während einer Razzia wegen des Besitzes und der Verbreitung von Kinderpornographie an einem Wohnhaus vorbei. © picture alliance/dpa

Bei der bundesweiten Razzia gegen Kinderpornografie hat die Polizei 2900 Datenträger mit einem Speichervolumen von 40 Terabyte sichergestellt. Darunter seien auch mehr als 170 Mobiltelefone, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Köln mit. Die Polizei hatte am Dienstag mit mehr als tausend Beamten 75 Objekte in zehn Bundesländern durchsucht. Die Aktion richtete sich gegen 66 Tatverdächtige, die kinderpornografische Inhalte gekauft, besessen und verbreitet haben sollen.

Der Einsatz ergab sich aus den seit 15 Monaten dauernden Ermittlungen rund um den Kindesmissbrauchskomplex Bergisch Gladbach. Festgenommen wurde niemand. Die mit Abstand meisten Durchsuchungen gab es in Nordrhein-Westfalen. Hier kam die Polizei zu insgesamt 21 Adressen in Aachen, Bochum, Borgentreich, Dinslaken, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Elsdorf, Gütersloh, Hagen, Herdecke, Kamen, Köln, Oberhausen, Rheine, Schleiden, Unna, Viersen und Warstein.

Acht Diensthunde spürten versteckte Datenspeicher auf

Der Einsatz hatte laut der Kölner Polizei schon in den frühen Morgenstunden begonnen, auch um die Beschuldigten zu überraschen. Dank der taktischen Vorgaben seien 37 Handys in entsperrtem Zustand sichergestellt worden, erklärte die Polizei. „Einige der Beschuldigten lassen sich zu den Tatvorwürfen ein“, teilten die Ermittler im Anschluss mit.

An 24 Wohnungen waren auch Spezialeinheiten sowie Spezialisten nordrhein-westfälischer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten im Einsatz. Acht Diensthunde spürten versteckte Datenspeicher auf. Sichergestellt wurden außer Mobiltelefonen unter anderem Laptops, Tablets, Speicherkarten, USB-Sticks, VHS-Kassetten, Disketten, CDs und DVDs.

dpa

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