Raupen-Plage hält an

28.06.2019, 17:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorf Hervest. Es ist nur eine kleine haarige Raupe, aus der mal ein Falter wird. Aber die Haare des Eichenprozessionsspinners können rote, fies juckende Pusteln auf der Haut verursachen und für Atemnot sorgen. Gelangen die giftigen Härchen ins Auge, kann es zu Entzündungen kommen. Den Eichenprozessionsspinner gibt es schon seit vielen Jahren. Aber in diesem Jahr sind unheimlich viele Bäume von den Raupen befallen. So viele, dass die Firmen, die auf die Beseitigung der Nester spezialisiert sind, mit dem Entfernen überhaupt nicht hinterherkommen. In Dorsten werden die Raupen von Spezialisten von den Bäumen abgesaugt. Bei der Stadt hat man sich bewusst für die Methode und gegen den Einsatz von Gift entschieden, um die anderen Tiere, die im Baum leben, zu schützen. Eine Pferdezüchterin aus Dorf Hervest schlägt nun Alarm: Sie wohnt an einer Straße, an der reihenweise befallene Eichen stehen. Und die giftigen Härchen wehen auf ihr Grundstück, machen ihr und ihren Tieren das Leben zur Hölle. Die Züchterin fühlt sich hilflos. Sie ist bereit, alle Bäume an der Allee mit Gift zu besprühen und das alles selber zu bezahlen. Darf sie aber nicht, weil die Bäume nicht ihr gehören und die Stadt in diesem Jahr verboten hat, Gift einzusetzen.