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Jugendliche hörten Heavy Metal friedlich vereint

Im Jugendhaus

Raesfeld goes Hardcore. Seit drei Jahren ist das Jugendhaus Raesfeld Mittelpunkt zahlreicher Metal- und Hardcore-Events. 20 Veranstaltungen wurden in dieser Zeit von den Jugendlichen selbst organisiert. Am Freitag war es wieder soweit: Heavy Metal eroberte das Publikum im Sturn.

RAESFELD

von Von Ralf Pieper

, 22.05.2011

Nachdem die Stadt Borken den Fans der schnellen und harten musikalischen Gangart eine Abfuhr erteilte, zeigte sich die Gemeinde Raesfeld kooperativ. Anfängliche Bedenken, wegen dem benachbarten Seniorenheim, lösten sich schnell in Luft auf. „Die Senioren meinten, wenn es zu laut wird, kommen sie vorbei und feiern mit“, sagte einer der Organisatoren.

Am Freitagabend gab es im Jugendhaus wieder ein „Live Fast Fest“. Dieses Mal hatte die Veranstaltung einen besonderen Hintergrund. „Aufgrund der Tatsache, dass beim letzten Event das Mischpult geklaut wurde, die Versicherung nicht zahlt und wir auf Kosten von 500 Euro sitzen, veranstalten wir diese Show“, erklärten die Veranstalter. Sechs Bands kamen zur Soli-Show und sorgten für einen lauten, schnellen und heißen Abend. 

Los ging es mit der Band „Hot Piss“ aus Borken. Schneller aggressiver Hardore-Punk, Stücke, die kaum länger als 60 Sekunden waren, zeigten den etwa 100 Besuchern, wo es an diesem Abend lang ging. „Kumdumster“, „Intentional More“, „Zombie Invasion“, „Asbestos In Osbestrics“, allesamt Bands aus dem Münsterland und dem Pott, gaben dem überwiegend jungen Publikum, was das Herz des Metal- und Hardcore-Fans begehrt.

Am Ende der Veranstaltung setzte „Das Jannek“ aus Münster mit Hip Hop einen musikalischen Kontrapunkt. Die Musiker spielten ausnahmslos Eigenkompositionen. Auch dieses zweite Hardcore-Fest im Monat Mai, lief im Jugendhaus Raesfeld ohne Zwischenfälle ab. „Die letzte Schlägerei bei einem Konzert gab es hier in Raesfeld 2002“. Die jugendlichen Gäste feierten mit den Bands eine große Party. Es war ein Abend mit aggressiver Musik und friedlichen Fans: Im Saal wurde Pogo „getanzt“, vor der Eingangstür trafen sich Musiker und Fans zum Fachsimpeln. Laut ging es zu und Ohropax wurde durch die Reihen gereicht.