Quartiersmanagement in Nordkirchen bleibt der Gemeinde voraussichtlich bis 2021 erhalten

dz„Miteinander in Nordkirchen“

Die Gemeinde Nordkirchen kann noch zwei weitere Jahre mit dem Quartiersmanagement „Miteinander in Nordkirchen“ arbeiten. Dabei soll sich das Team auch mit dem Thema Schulen befassen.

Nordkirchen

, 15.02.2020, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Quartiersmanagement „Miteinander in Nordkirchen“ (Mino) um Raumplanerin Sofie Eichner soll seine Arbeit in der Schlossgemeinde bis Ende 2021 fortsetzen. Entsprechende Mittel sind im Haushaltsentwurf der Gemeinde Nordkirchen für 2020 vorgesehen.

In den anstehenden Jahren soll sich das Mino-Team dabei mit drei, vier Themenschwerpunkten befassen, wie Bürgermeister Dietmar Bergmann auf Anfrage de Redaktion ankündigt. Dabei soll es sich um Themen handeln, „die in den vergangenen Jahren etwas auf der Strecke geblieben sind“, erklärt Bergmann weiter.

Symboltafeln für Menschen mit Handicap in Nordkirchener Geschäften

Als Beispiel nennt er die unterstützende Kommunikation, an der die Kinderheilstätte zurzeit gemeinsam mit dem Quartiersmanagement arbeitet. Dabei sollen in Nordkirchener Geschäften, die sich an dem Projekt beteiligen wollen, Symbolkarten ausliegen. Mit diesen sollen Kunden, die sich aus welchen Gründen auch immer nicht verständlich machen können, besser mit der Verkäuferin oder dem Verkäufer kommunizieren können, erklärt Thomas Pliquett, kaufmännischer Leiter der Kinderheilstätte.

„Das ist nicht nur für Menschen aus der Kinderheilstätte oder den Caritaswerkstätten wichtig, sondern auch für andere Nordkirchener“, sagt Dietmar Bergmann. Zurzeit würden dazu auch die ersten Gespräche mit Geschäften in Nordkirchen laufen, so Bergmann.

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Ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet für das Quartiersmanagement ist das Jubiläumsjahr 2021. Hier ist das Mino-Team an der Planung beteiligt. Die Gemeinde will zwei bis drei Veranstaltungen organisieren, kündigt der Bürgermeister an. Statt auf einen vollen Terminkalender will die Gemeinde eher auf wenige, dafür aber qualitativ hochwertigere Veranstaltungen setzen. Welche das genau sein werden, ist derzeit aber noch nicht entschieden.

Kooperation zwischen Maxi-Schule und Grundschule ausbauen

Darüber hinaus stehe die Überlegung im Raum, die Kooperation zwischen der Mauritiusschule und der Maximilian-Kolbe-Schule weiter auszubauen. Aktuell gibt es gemeinsamen Unterricht, unter anderem in den Fächern Kunst und Musik. Das sei ein deutlicher Mehraufwand für die Schulen, der aber bei Schülern und Eltern sehr gut ankomme, sagt Bergmann.

Auch der barrierefreie Umbau der Schulen bleibe weiter ein Thema. Nachdem in Südkirchen der Umbau abgeschlossen und zumindest einige Barrieren abgebaut werden konnten, will die Gemeinde gemeinsam mit dem Quartiersmanagement und dem Netzwerk, das das Mino-Team im Rücken hat, weitere Möglichkeiten ins Auge fassen, wo in den Schulen Barrieren sind und welche sich davon beseitigen lassen.

Gemeinsames Projekt
  • Seit 2016 gibt es das Quartiersmanagement „Miteinander in Nordkirchen“.
  • Die Finanzierung teilen sich die Gemeinde Nordkirchen, die Kinderheilstätte und der Caritasverband.
  • Außerdem wird das Projekt vom Land gefördert.
  • Pro Jahr liegen die Kosten bei rund 52.000 Euro.
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