Prozess: Bandidos handelten mit 50 Kilogramm Amphetamin

dzKriminalität

Zwei Mitglieder des Rocker-Clubs Bandidos aus Hamm waren angeklagt: Im Prozess ging es vor allem um Geschäfte mit einer großen Menge an Betäubungsmitteln.

Hamm

, 23.06.2020, 19:40 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die beiden 27 und 30 Jahre alten Angeklagten hatten während der gesamten Verhandlung immer wieder deutlich zum Ausdruck gebracht, was sie von dem Verfahren halten. Demonstrativ fläzten sie sich auf ihre Stühle, schüttelten bei Zeugenaussagen die Köpfe und redeten dazwischen.

Für die Richter steht dennoch fest, dass die beiden Bandidos tief in Drogengeschäfte verwickelt waren. Zwar wollten sie im Urteil nicht so weit gehen wie die Staatsanwaltschaft und den Handel mit rund 50 Kilo Amphetamin als erwiesen ansehen. Mindestens die halbe Menge sei aber sicher durch die Hände der Rocker gegangen, hieß es im Urteil.

Milde Strafe für dritten Angeklagten

Die Strafen hatten es entsprechend in sich: Der 27-jährige mutmaßliche Haupttäter erhielt sechs Jahre und vier Monate Haft, sein Kumpel fünf Jahre und zwei Monate Haft.

Ein dritter Angeklagter kam dagegen noch einmal mit einer Bewährungsstrafe von sieben Monaten davon. In seinem Fall sind die Richter aber davon überzeugt, dass er an den Drogengeschäften nicht beteiligt gewesen war. Wohl aber hatte er mitgeholfen, als von einem säumigen Zahler die Rückzahlung von Schulden eingetrieben wurden.

Die Angeklagten hatten die Vorwürfe im Prozess bestritten. Sie haben nun die Gelegenheit, gegen das Urteil Revision einzulegen.

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