Prognose der Regierung: So viele Impfdosen erhält Deutschland Woche für Woche

Coronavirus

In der kommenden Woche soll Deutschland 1,3 Millionen Dosen Impfstoff erhalten. Zahlen der Bundesregierung zeigen, dass es Anfang des Jahres eine verschwindend geringe Zahl war.

Berlin

von Tobias Peter

, 07.02.2021, 12:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Helferin reicht imin einem Impfzentrum eine Spritze mit einer Impfdosis von Biontech/Pfizer weiter.

Eine Helferin reicht imin einem Impfzentrum eine Spritze mit einer Impfdosis von Biontech/Pfizer weiter. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Bis Ende März könnten laut Bundesregierung in Deutschland knapp 20 Millionen Impfdosen zur Verfügung stehen, in der kommenden Woche sollen es 1,3 Millionen Impfdosen sein. Gleichzeitig ist die Liefermenge gerade Anfang des Jahres teils verschwindend gering ausgefallen. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Linksfraktionschef Dietmar Bartsch hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

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„Bis zum Ende des 1. Quartals 2021 könnten nach diesen Planungen etwa 19,6 Mio. Impfdosen zur Verfügung stehen“, heißt es in dem Schreiben aus dem Bundesgesundheitsministerium. Bei den Angaben für künftige Liefermengen handele es sich aber um Prognosen auf Basis der von den pharmazeutischen Unternehmen zur Verfügung gestellten Planzahlen.

Bartsch: Impftempo ist deprimierend

Während laut den Zahlen der Bundesregierung in der kommenden sechsten Kalenderwoche 1,316 Millionen Impfdosen ausgeliefert werden sollen, waren es in der zweiten Kalenderwoche gerade einmal 63.600 Dosen. In der EU sind bislang die Impfstoffe von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca zugelassen.

„Das Impftempo ist deprimierend“, sagte Linksfraktionschef Bartsch dem RND. „Großbritannien und auch die USA impfen auf der Überholspur, Deutschland hängt auf dem Standstreifen fest.“

Bartsch sprach von einem „Bremsklotz auf dem Weg aus dem Lockdown“ in Deutschland. „Gerade Ältere und Risikogruppen müssen so noch Monate in Angst leben“, sagte er. „Ein Lockdown ab Mitte Februar ist ein Impflockdown“, sagte Bartsch. Dafür trügen wesentlich die CDU-Politiker Gesundheitsminister Jens Spahn, Kanzlerin Angela Merkel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Verantwortung.

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