Polizei fasst offenbar mutmaßliche Brandstifter von Moria – davon zwei Minderjährige

Flüchtlinge

Sechs Männer stehen im Verdacht, das griechische Flüchtlingslager Moria auf Lesbos in Brand gesetzt zu haben. Fünf davon befinden sich einem Bericht zufolge inzwischen in Haft.

Lesbos

16.09.2020, 11:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das griechische Flüchtlingslager Moria war in der vergangenen Woche fast vollständig niedergebrannt.

Das griechische Flüchtlingslager Moria war in der vergangenen Woche fast vollständig niedergebrannt. © picture alliance/dpa

Fünf von sechs Männern, die im Verdacht stehen, das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos in der vergangenen Woche in Brand gesetzt zu haben, sitzen in Haft. Das gab Griechenlands Bürgerschutzminister Michalis Chrysochoidis am Dienstag auf Lesbos bekannt.

Ein Verdächtiger werde noch gesucht. Bei den fünf auf der Inselhauptstadt Mytilene in Haft sitzenden Männern handelt es sich nach einem Bericht der Tageszeitung „Kathimerini“ um Afghanen – darunter zwei unbegleitete Minderjährige.

Einer von ihnen gehörte zur Gruppe junger Schutzsuchender, die Ende vergangener Woche nach Nordgriechenland geflogen worden sind. Dort wurde er von der Polizei festgesetzt. Der Zeitung zufolge kam die Polizei den mutmaßlichen Brandstiftern aufgrund von Videomaterial und Zeugenaussagen auf die Spur.

RND