Wie aus dem Schandfleck an der Bornstraße ein Paradies für Bienen und Schmetterlinge wurde

dzPocketpark Bornstraße

Die bunte Blumenwiese auf der kleinen Fläche an der Bornstraße gefällt Besuchern und Insekten. Dem Pocketpark, englisch für Westentaschenpark, könnten laut Stadt weitere folgen.

von Tobias Weskamp

Nordstadt

, 27.06.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In dem Pocketpark an der Bornstraße gibt es nun eine Blumenwiese mit lockeren Gruppen von Schmetterlingssträuchern und Sommerfliedern. Im vergangenen Oktober hatten Vertreter der Interessengemeinschaft Bornviertel gemeinsam mit der WAM-Medienakademie, Grünbau, dem Tiefbauamt Abteilung Stadtgrün, Bezirksbürgermeister Dr. Ludwig Jörder sowie der Koordinierungsstelle „nordwärts“ die ersten Blütensamen im Pocketpark an der Bornstraße ausgeworfen.

Aber was ist eigentlich ein Pocketpark? Ein Pocketpark (englisch für Westentaschenpark) ist eine kleine gärtnerisch gestaltete Fläche, die zuvor ungenutzt war. Es sind Miniaturfreiräume, die erst seit einiger Zeit in Städten auftauchen.

Die Bienenweide soll den Insekten helfen

Bei der Anlage spielen auch ökologische Aspekte eine Rolle. „Die Blüten sollen vor allem Insekten anlocken“, erklärt Schön. Artenreichtum sei wichtig. „Für den Schutz der Insekten ist jede Stelle wertvoll.“ Der Park gegenüber der WAM-Medienakademie ist eine ehemalige Industriebrache. Er wird nun als Bienen- und Insektenweide genutzt.

Besonders groß ist der Park nicht. Das soll er aber auch nicht sein: „Er ist eine Mini-Oase für die Menschen in der Nähe“, beschreibt ihn Schön. Auch pflegeintensiv ist er nicht. „Wenn etwas verblüht, kommt etwas anderes nach. Es ist eine spezielle Mischung“, so Schön. Wie das Straßenbegleitgrün soll die Fläche möglichst naturnah gestaltet sein. Es muss nicht ständig kurzgehalten werden. Wenn es aber nötig sei, werde natürlich etwas gemacht.

Bisher ist der Pocketpark laut Stadt der einzige seiner Art in Dortmund, zumindest von der Stadt betreut. „Uns sind keine weiteren Planungen bekannt. Bisher ist er ein Experiment“, erklärt Schön. Wenn es sich bewährt, werde es möglicherweise ausgeweitet. Nur im Bereich des Bürostandorts Phoenix-West gibt es ebenfalls Pocketparks.

Kinder lernen die Parks kennen

Der Pocketpark an der Bornstraße soll das bereits bestehende Projekt „Parks machen Schule“ ergänzen, um Kindern und Jugendlichen das Thema Umweltbildung näher zu bringen und zu erklären. Bei „Parks machen Schule“ haben Schüler die Möglichkeit, Dortmunder Parks sportlich, kreativ und spielerisch zu erleben. Das Tiefbaumamt hat das Projekt vor acht Jahren auf den Weg gebracht. In diesem Sommer werden für weiterführende Schulen rund 40 Aktionen angeboten. Der Pocketpark dient den Anwohnern auch als Verweilort und Nachbarschaftstreff.

Das „Nordwärts“-Projekt wird unter Beteiligung der Bürger entwickelt. Unterstützt wird es durch das städtische Tiefbauamt und die Firma Grünbau.

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