Planungsphase für Hallenbad und alte Mensa läuft

Drei Architektenbüros

Gleich drei Architektenbüros werden ihre Kreativität für Nordkirchen spielen lassen. Sie sollen Pläne entwickelt, wie die ehemalige Mensa und das leer stehende Hallenbad- und Sporthallen-Gebäude künftig genutzt werden können. In etwa zwei Monaten sollen die Büros schon realisierbare Vorschläge vorlegen.

NORDKIRCHEN

, 09.06.2017, 18:10 Uhr / Lesedauer: 2 min
Planungsphase für Hallenbad und alte Mensa läuft

Drei Architektenbüros tüfteln an einem Nutzungskonzept für alte Mensa und das Hallenbad (Foto). Wer die Gebäude künftig nutzen wird, ist dabei offen.

An welchen Eigentümer die Architekten dabei denken, ist nicht vorgeschrieben. Der Gemeinde gehört der Sportgebäudekomplex. Dem Land NRW die alte Mensa. Ob die künftige Nutzung der Fachhochschule für Finanzen zukommt, oder aber der Gemeinde etwa für touristische Aufgaben sei freigestellt, heißt es in einem Dokument, das die Aufgaben für die Architekten zusammenfasst. Am Dienstag hatten sich Vertreter der drei Büros, der Gemeinde, des Landes und der Denkmalbehörde des Landesverbands Westfalen-Lippe getroffen.

Architekten haben Zeit bis Mitte August

Etwa 27.000 Euro kostet die Machbarkeitsstudie, die Gemeinde und Land gemeinsam in Auftrag gegeben haben. Gefördert wird sie vom Land mit 15.000 Euro. Drei Büros, eins aus Nordkirchen, eins aus Münster und eins aus Düsseldorf, haben die Aufgabe angenommen.

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Mitte August sollen die Büros ihre Vorschläge zur Nutzung der Gebäude bei der Gemeinde Nordkirchen abgeben. Mitte September sollen die Konzepte dann auch der Öffentlichkeit vorgestellt werden, etwa im Bauausschuss der Gemeinde, sagt Bauamtsleiter Josef Klaas Gespräch mit unserer Redaktion. Danach müssen die Gebäudebesitzer, also Land und Gemeinde, und auch der Denkmalschutz die Pläne prüfen.

Gebäude sollen größtenteils bestehen bleiben

In den Vorgaben zu dem Architektenwettbewerb sind „geringfügige bauliche Ergänzungen“ zulässig. Ansonsten sollen sich die Architekten aber auf die bestehenden Gebäude konzentrieren. Zum Stellplatzangebot müssten sich die Architekten keine Gedanken machen, heißt es weiter. Stellplätze seien außerhalb des Parks östlich der Straße „Am Schlosspark“ vorgesehen.

In welche Richtung die Nutzung geht, dazu will Josef Klaas nicht spekulieren. „Wir lassen uns wirklich überraschen.“ Die Gemeinde habe zwar auch eigene Ideen, aber ein Blick von außen sei immer besser. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass die FHF am Ende beide Gebäude nutzen könnte. Damit wäre die Gemeinde einverstanden, so Klaas. Schließlich wolle sie die FHF komplett in Nordkirchen halten.

Einschränkungen macht den Architekten der Denkmalschutz. So sei es beispielsweise nicht möglich, aus dem großen Saal der Mensa einzelne kleine Unterkünfte zu machen, erklärte Klaas. Insofern sei die Aufgabe für die Architekten keine ganz leichte.  

Ein Jahr Stilstand
> Ursprünglich befand sich auf der Fläche der alten Mensa und des Hallenbads ein Spiegelteich. Die Fläche gehörte zu dem Park, der Ende des 19. Jahrhunderts angelegt wurde.
> Die Mensa und das Hallenbad- und Sporthallengebäude wurden 1969 bis 1971 gebaut. Die Mensa gehört dem Land NRW, das Hallenbad und die Sporthalle der Gemeinde Nordkirchen.
> Bis 2015 wurden das Hallenbad und die Sporthalle genutzt. An dem Gebäude gibt es eine Reihe von Schäden auch an der Schwimmbadtechnik. Eine Sanierung war verworfen worden.
> Nach der Schließung diente das Hallenbad zeitweise als Notunterkunft für Flüchtlinge. Seit Juli 2016 stehen die Sport-Gebäude leer.

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