Plant Merkel eine Infektionsobergrenze bei Lockerungen?

Coronavirus

Am Mittwoch wollen Bund und Länder über weitere Lockerungen entscheiden. Vor allem geht es um den Tourismus, die Gastronomie und den Sport. Erste Infos aus Regierungskreisen sickern schon durch.

Berlin

von Thoralf Cleven |

, 05.05.2020, 14:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bundeskanzlerin Angela Merkel soll eine Infektionsobergrenze planen. Ist diese überschritten, könnten Lockerungen zurückgenommen werden.

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll eine Infektionsobergrenze planen. Ist diese überschritten, könnten Lockerungen zurückgenommen werden. © picture alliance/dpa

Während die Bundesländer Stück für Stück die Beschränkungen des öffentlichen Lebens aufheben, sollen am morgigen Mittwoch noch gewichtige Entscheidungen von Bund und Ländern fallen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft sich dazu in einer Videokonferenz mit den Länderchefs. Vor allem im Tourismus, der Gastronomie und im Sport sollen Maßnahmen gelockert werden.

„Bild“ will jetzt erfahren haben, dass die Bundesregierung für Lockerungen eine Art Obergrenze von Neuinfektionen einführen will. Das hieße: Wird diese Grenze überschritten, müssten die regionalen Öffnungen wieder kassiert werden.

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35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner

Laut Bericht fordert Kanzleramtschef Helge Braun, wenn ein Landkreis innerhalb von sieben Tagen mehr als 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner zu verzeichnen hat, die nicht an einem Ort (etwa in einem Altenheim) auftreten, soll der Landkreis zu den Beschränkungen zurückkehren, die am 20. April in Kraft waren.

Schulen, Friseursalons, Teile des Einzelhandels und andere Einrichtungen müssten also wieder schließen. Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen würden wieder in Kraft treten.

Offizielle Bestätigungen gibt es dafür bislang nicht.

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