„Planet der Affen – Revolution“ bietet viel Action

Neu im Kino

"Ich bin zu Hause", sagte Affen-Führer Caesar am Ende des letzten Films. Er meint den Wald an der Bucht von San Francisco. In "Planet der Affen - Revolution" haben Primaten dort ein Fort gebaut, sie jagen und fischen, doch wo sind die Menschen?

04.08.2014, 17:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Affen setzen sich durch.

Die Affen setzen sich durch.

Die Menschen-Kolonie braucht Energie. Ihr Anführer (Gary Oldman) schickt eine Expedition über die Golden Gate Brücke. Auf der anderen Seite soll es ein Wasserkraftwerk geben. Mensch und Affe begegnen sich mit Misstrauen. Caesar erlaubt dem Trupp, das Kraftwerk zu reparieren. Koexistenz scheint möglich. Gäbe es nicht Scharfmacher wie den Bonobo Koba, der die Menschen hasst.

Zwei Spezies, die sich verblüffend gleichen. Falken und Tauben ringen um die richtige Politik. Der sprechende Affe Caesar, ganz Staatsmann, will den Frieden: „Zuhause, Familie, Zukunft“, heißt sein Mantra zum Mitschreiben. Die Hitzköpfe aber wollen den Krieg. Berittene Affen stürmen die Stadt - wer landet nun im Käfig?

Auf der Habenseite verbucht der Film von Regisseur Matt Reeves (Cloverfield“) formidable Spezialeffekte. Im Gesicht Caesars, gespielt vom „Gollum“-erprobten Andy Serkis (seine Mimik wurde digital eingelesen), spiegeln sich alle Regungen: Schmerz, Trauer, Güte. Da hält kein Darsteller mit, auch nicht Jason Clarke als der Affenfreund Malcolm. Sprünge und Akrobatik sorgen für imposante Affentänze in 3D. Krönung ist ein Duell, das an Mel Gibson in der Donnerkuppel denken lässt, nur viel halsbrecherischer. Aus der Warte von Botschaft und Moral betrachtet, bleibt der Film so einfältig schlicht, dass jeder Fünfjährige folgen kann. Gut und Böse gibt es in beiden Lagern. Der Diskurs zum Verhältnis von Mensch und Tier war im ersten Teil komplexer. Hier ist er nur das Hintergrund-Geräusch in einem groß orchestrierten Action-Konzert. 

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