Pfingstausflug trotz Corona: Darauf sollte man achten

Coronavirus

Ob Kurzurlaub in den Niederlanden oder der Besuch im Freibad: Dank der Corona-Lockerungen werden viele Menschen in NRW zum ersten Mal seit Wochen am Pfingstwochenende wieder weiter wegfahren.

Düsseldorf

28.05.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Über Pfingsten können Menschen wieder ins Freibad - vorausgesetzt die nächste Wolke ist nicht im Anmarsch.

Über Pfingsten können Menschen wieder ins Freibad - vorausgesetzt die nächste Wolke ist nicht im Anmarsch. © picture alliance/dpa

Das lange Pfingstwochenende steht vor der Tür. Für viele Menschen ist das nach den wochenlangen Corona-Beschränkungen die erste Gelegenheit wieder zu verreisen. Doch auch wenn die Beschränkungen inzwischen wieder etwas gelockert wurden, ganz unbedacht darf man sich dennoch nicht auf den Weg machen. Darf man über Pfingsten verreisen? Grundsätzlich sind Reisen erlaubt. Auch die Grenze zu den Niederlanden bleibt offen.

Dennoch rät die Landesregierung, nicht einfach spontan in das Nachbarland zu fahren. „Jetzt ist noch nicht die Zeit, ohne Buchung einfach in den Urlaub zu fahren“, sagte dazu Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in einer Pressekonferenz mit seinem niederländischen Kollegen Mark Rutte am Dienstag. Auch das Auswärtige Amt warnt vor Reisen ins Ausland.

Teure Strafen in den Niederlanden

Wer dennoch auf den Kurzurlaub in den Niederlanden nicht verzichten will, muss sich bei der Rückreise keine großen Sorgen machen: Seit dem 15. Mai muss man nicht mehr in Quarantäne, wenn man aus einem anderen EU-Staat wieder nach Deutschland einreist. Was muss man bei der Reise beachten? Ab kommenden Samstag (30. Mai) darf man sich in einer Gruppe von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum treffen.

Anders hingegen in den Niederlanden. Hier dürfen sich maximal zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten mit ausreichendem Sicherheitsabstand begegnen. Das sollte auch bei der Fahrt ins Land beachtet werden, denn sonst kann der Wochenendtrip schnell ziemlich teuer werden: Wer mit drei oder mehr Personen, die nicht aus demselben Haushalt kommen in einem Auto sitzt, muss im Nachbarland eine Strafe von 390 Euro zahlen, wenn man zwischen 13 und 17 Jahren alt ist, sind 95 Euro fällig.

Damit die Kontaktbeschränkungen auch im Zug eingehalten werden können, begrenzt die Bahn die Zahl der Reservierungen. „Bei Zügen mit voraussichtlich sehr hoher Auslastung kann der Ticketverkauf zudem ausgesetzt werden“, sagte ein Bahnsprecher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch weiterhin muss man in der Bahn einen Mundschutz tragen.

Haben inzwischen wieder alle Touristenziele geöffnet?

Ob Wanderwege, Aussichtsplattformen oder Museen: Welches Touristenziel wieder geöffnet hat, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Doch viele Ziele sind wieder ganz normal besuchbar. „Es ist grundsätzlich erstmal alles offen“, sagt zum Beispiel Bettina Baumgärtner, Geschäftsführerin von Niederrhein-Tourismus zur Situation in der Region. „Wir bitten aber die Touristen, sich vorher zu informieren, wie die Besucherströme sind“, sagt sie.

Das ist häufig über die Internetseiten der Ausflugsziele möglich. Ähnlich ist die Situation auch im Münsterland. Zeitweise waren hier einzelne Ausflugsziele gesperrt, inzwischen ist aber wieder alles offen. Auch hier würden aber vermehrt Radtouren oder unbekanntere Ziele beworben, damit sich nicht zu viele Menschen an den Hotspots sammeln, sagte eine Sprecherin von Münsterland e.V.

Darf man an Pfingsten wieder ins Freibad?

Seit dem 20. Mai dürfen die Freibäder wieder öffnen, allerdings gibt es auch hier Beschränkungen. Die Bäder müssen darauf achten, dass der Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten wird. „Wenn sich Gruppen bilden, wird darauf geachtet, dass man sich trennt“, sagt Konstanze Ziemke von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.

Und auch sonst ist der Schwimmbadbesuch nicht wieder wie vor Corona. So muss zum Beispiel der Betreiber erfassen, wer sich wann im Bad aufgehalten hat. Zusätzliches Aufsichtspersonal soll außerdem dafür sorgen, dass nicht zu viele Menschen im Wasser sind, denn auch dort gelten die Kontaktbeschränkungen. „Unter diesen Einschränkungen kann man schwimmen. Die Aufenthaltsqualität leidet aber“, sagt Ziemke.

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