Personalisierte Holzeisenbahn lässt Firma „Schmatzepuffer“ trotz Corona wachsen

dzSchmatzepuffer

Das Unternehmen „Schmatzepuffer“, das Holzspielzeug personalisiert, hat seinen Umsatz verdoppelt. Jetzt übernehmen die Bocholter für Little Dutch auch den Großhandel in Deutschland. Der neue Geschäftszweig trägt den Namen „little-t“.

von Ludwig van der Linde

Bocholt

, 14.10.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit fast genau drei Jahren arbeiten die Bocholter Firma „Schmatzepuffer“ von Nadine und Frank Tenbrock und das niederländische Unternehmen Little Dutch eng zusammen. Diese Zusammenarbeit haben die Geschäftspartner jetzt ausgebaut, denn „Schmatzepuffer“ übernimmt für die Niederländer, die für ihre pastellfarbenen Holzspielzeuge bekannt sind, den Großhandel in Deutschland unter dem Namen „little-t“.

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Dazu haben die Tenbrocks eine Lagerhalle an der Franzstraße 56 angemietet. „Die ersten Auslieferungen an die deutschen Kunden sind für Dezember 2020 geplant“, berichtet Linda Tenbensel von der Marketing- und PR-Abteilung des Bocholter Unternehmens, das seit September 2019 seinen Sitz im Mussumer Industriepark (Am Busskolk 21) hat.

Idee wurde auf Messe geboren

Kennengelernt haben sich die beiden Firmen 2017 eher zufällig auf der Spielzeugmesse in Köln. Damals war die Firma „Schmatzepuffer“, die Nadine Tenbrock 2011 als „One-Woman-Show“ in Willich gründete, bekannt für personalisierte Textilien. „Personalisierte Baby-Kleidung kommt bei unserer Zielgruppe so gut an, warum bieten wir nicht auch personalisiertes Holzspielzeug an?“, fragten sich die Tenbrocks damals. Die Idee war geboren und schnell in die Tat umgesetzt.

„Allen voran ist die personalisierte Holzeisenbahn von Little Dutch ein Renner bei den Kunden“, sagt Tenbensel. Sehr schnell sei „Schmatzepuffer“ zum größten und bedeutendsten Abnehmer von Little Dutch geworden. Über einen eigenen Online-Shop werden seitdem Kunden in ganz Deutschland mit Kinderspielzeug, das in Bocholt personalisiert wird, beliefert.

Umsatz trotz Corona-Pandemie verdoppelt

Trotz der Corona-Pandemie konnte die Firma ihren Umsatz in den ersten drei Quartalen des aktuellen Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahreszeitraum verdoppeln. Absolute Zahlen will Tenbensel nicht nennen. Mittlerweile beschäftigt das Familienunternehmen 40 Mitarbeiter.

Kurzzeitig hatte „Schmatzepuffer“ auch einen Laden in der Bocholter Innenstadt. Das war ein Pop-up-Store in der Osterstraße. Geplant war ein Zeitraum vom 7. Februar bis zum 31. März. Doch wegen Corona schloss der Laden bereits Anfang März. „Das war für uns ein Testballon. Wir haben vor, in absehbarer Zeit für unsere Bocholter Kunden eine stationäre Anlaufstelle anzubieten“, sagt Tenbensel im BBV-Gespräch. Nähere Einzelheiten wollte sie noch nicht bekannt geben.

Sie berichtet aber, dass nicht nur „Schmatzepuffer“ sich enorm entwickelt habe, „sondern auch Little Dutch kann ein großes Wachstum verzeichnen“. Um eine bestmögliche Lieferung in alle großen europäischen Länder zu gewährleisten, arbeiten die Niederländer inzwischen mit Distributoren in vielen Ländern zusammen. Für Deutschland übernehmen diese Aufgabe die Tenbrocks und ihr Team.

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Das komplette Vollsortiment können Händler ab jetzt bei den Bocholtern ordern. Das sind 1400 Artikel, die in ausreichender Stückzahl bereitgestellt werden müssen. Dazu wurde eigens eine Lagerhalle an der Franzstraße in Bocholt angemietet, um alle Artikelgruppen wie Textilien, Spielzeuge und Hartwaren (unter anderem Babywippen) unterzubringen und so schnelle Lieferzeiten zu gewährleisten. „Über diese 1200 Quadratmeter Lagerfläche werden Händler in ganz Deutschland beliefert“, sagt Tenbensel.

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