Parookaville, Summerjam & Co: Welche Festivals trotz Corona stattfinden

Coronavirus

Die Saison der Festivals in NRW rückt näher. Erste Festivals wurden wegen des Coronavirus bereits abgesagt. Andere Veranstalter sind noch optimistisch – und werden kreativ.

Dortmund

, 31.03.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Findet das Parookaville in diesem Jahr statt?

Findet das Parookaville in diesem Jahr statt? © picture alliance/dpa

Musik, Tanzen, Party, ein Vergessen des Alltags. Es sind vor allem diese Dinge, die Festivals zu Publikumsmagneten machen. Daran ist aktuell aber nicht zu denken. Das Coronavirus bestimmt das öffentliche Leben. Geschäfte sind geschlossen, Veranstaltungen aller Art abgesagt und Kontakt mit anderen Menschen ist nur unter verschärfte Bedingungen möglich.

Vorerst bis zum 19. April. Wie es dann weiter geht, ist noch ungewiss. Das stellt viele Veranstalter vor Probleme. Die Festivalsaison wäre in den nächsten Wochen so richtig ins Laufen gekommen. Doch was sagen die Veranstalter? Wie ist der aktuelle Stand? Eine Übersicht.

Mayday: Das Techno-Festival findet traditionell in den Dortmunder Westfalenhallen als Tanz in den Mai statt. Doch die Veranstalter haben die Veranstaltung bereits verschoben. „Aufgrund der Coronavirus-Pandemie werden wir Mayday am 30.4.2020 nicht durchführen“, heißt es auf der Facebook-Seite. Aktuell suchen die Veranstalter nach einem neuen Termin im Oktober.

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Docklands: Elektronische Beats sollen auch am 13. Juni beim Docklands-Festival in Münster laufen. Derzeit haben die Veranstalter für eine Durchführung noch Hoffnung und haben das Event bislang noch nicht verschoben. Dennoch wird bereits Ausschau gehalten nach zwei Alternativ-Terminen, sollte eine Absage wegen des Coronavirus unausweichlich sein. Das teilten die Veranstalter über Facebook mit.

Summerjam: Aktuell planen die Veranstalter mit einer Durchführung des Reggae-, Hip-Hop- und Dancehall-Festivals im Juli (3. - 5. Juli). „Wir sind abhängig von den Entscheidungen der Behörden“, teilte der Geschäftsführer des Tourneeveranstalters, Karl-Heinz Brozi, der Deutschen Presse-Agentur mit.

Mit den Behörden sei man aber in regelmäßigen Kontakt. „Eine spätere Aufhebung des Verbots bedeutet einen großen Aufwand für uns, darüber hinaus wird die Zeit, um Eintrittskarten zu verkaufen, immer kürzer“, so Brozi. Die Veranstalter sind optimistisch, dass das Festival in Köln über die Bühne gehen kann.

Parookaville: Über 90 Prozent der 85.000 Tickets für das Parookaville 2020 auf dem ehemaligen Militärflughafen in Weeze sind schon verkauft. Vom 17. bis zum 19. Juli soll das Festival dort stattfinden, sollten sich die Corona-Maßnahmen nicht noch weiter erstrecken.

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, streamte der Veranstalter für Fans des Musik-Events in Weeze das komplette Festival aus 2019 am vergangenen Wochenende über Online-Videoportale ins Wohnzimmer. „Damit sich möglichst viele daran halten und trotzdem nicht auf ihre Lieblings-DJs verzichten müssen“, teilte „Parookaville“-Festivalsprecher Philip Christmann der Deutschen Presse-Agentur mit.

Ruhr Reggae Summer: Bei den Veranstaltern des Ruhr-Reggae Summer laufen die Vorbereitungen weiter auf Hochtouren. Das teilten die Planer über die Facebook-Seite des Reggae-Festivals am 19. März mit und weisen regelmäßig auf die Corona-Maßnahmen hin.

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Weitere Festivals: Auch das „Juicy Beats Festival“ im Westfalenpark Dortmund soll nach bisherigem Stand regulär im Juli stattfinden, genauso wie „Ruhr-in-Love“ in Oberhausen.

Das für Anfang Mai angesetzte „Hai in den Mai-Festival“ in Stemwede (Kreis Minden-Lübbecke) fällt flach und soll in den Oktober gelegt werden.

Mit Material von dpa

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