Pantförder will kein Risiko eingehen

Mollbeck

Nicht nur in der RZ-Redaktion, sondern offenbar auch im Rathaus mehren sich die Anrufe von Bürgern, die kein Verständnis dafür haben, dass die Stadt nicht endlich die Eisfläche auf den Mollbeckteichen für Schlittschuhläufer freigibt.

RECKLINGHAUSEN

von Von Hermann Böckmann

, 10.02.2012, 13:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eislaufen auf den zugefrorenen Mollbeckteichen ist offiziell untersagt. Foto: Thomas Nowaczyk (Archiv)

Eislaufen auf den zugefrorenen Mollbeckteichen ist offiziell untersagt. Foto: Thomas Nowaczyk (Archiv)

Bereits am Donnerstagabend hatte die Verwaltung das Verbot zum Betreten des Eises per Pressemitteilung nochmals ausdrücklich bekräftigt. Die Begründung ist bekannt. Trotz des Dauerfrostes sei die Eisschicht nicht gleichmäßig dicht, wegen der vorhandenen Quellen sei auch keine „homogene Eisschicht“ zu erwarten. Faulgase, die sich aus dem Schlamm des Teichgrundes ergeben, könnten Lufteinschlüsse im Eis bilden und damit die Tragfähigkeit des Eises negativ beeinflussen. Bei einer Vielzahl von zu erwartenden Eisflächen-Besuchern sei die Gefahr des Einbrechens zu groß. Und: Die Verkehrssicherungspflicht liege beim Angelverein, der den Teich von der Stadt gepachtet habe. Hört sich schlüssig an. Allerdings: Für den Außenstehenden waren diese Rahmenbedingungen auch in den vergangenen Jahrzehnten gültig, in denen sich immer wieder bei entsprechender Witterung Hunderte Eisläufer auf dem Mollbeckteich vergnügten. Dieser Einschätzung widersprach gestern jedoch Bürgermeister Wolfgang. „Sicherheitsstandards haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert.“ Die Verwaltung müsse deshalb heute auch eine andere Messlatte anlegen als noch vor einigen Jahren.Mehr zum Thema lesen Sie Samstag in der RECKLINGHÄUSER ZEITUNG.