Opel-Chef Michael Lohscheller zu Besuch in seiner Heimatstadt Bocholt

dzAutohaus eröffnet

Der Opel-Chef Michael Lohscheller ist in Bocholt aufgewachsen. Am Wochenende besuchte er die Eröffnung der Opel-Filiale von Bleker. Dabei erzählte er auch, welches Auto er gerade fährt.

von Renate Rüger

Bocholt

, 22.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Da konnte Opel-Chef Michael Lohscheller nicht nein sagen: Zur Eröffnung des neuen Opel-Hauses an der Industriestraße in Bocholt kam er am Samstag extra in seine Heimatstadt. Er sei regelmäßig in Bocholt, um hier seinen Vater zu besuchen, berichtete der 51-Jährige. Und ihm sei es auch wichtig, regelmäßig im Handel zu sehen, wie alles läuft.

Die Bleker-Gruppe, die nun auch Vertragshändler von Opel ist, kenne er natürlich. „Ich bin begeistert, wie schnell sie das alles in drei bis vier Monaten hochgezogen haben. Chapeau!“

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Eigentlich hatte die Bleker-Gruppe ihr neues Opel-Haus mit einem VIP-Empfang und einer Feier eröffnen wollen. Doch Corona machte der Firma einen Strich durch die Rechnung. Lohscheller kam trotzdem – gemeinsam mit seinem Vater Heinz – und nahm sich Zeit für ein längeres Gespräch mit der Bleker-Geschäftsführung sowie Christina Bleker, die neben der Citroën-Filiale gegenüber jetzt auch die Opel-Filiale leitet.

Coronakrise traf Opel wie ein Sturm

Vor der Corona-Pandemie war es mit Opel nach 18 Verlustjahren steil bergauf gegangen. „2019 hatten wir das beste Ergebnis in unserer Geschichte“, sagte Lohscheller mit Blick auf den Betriebsgewinn von 1,1 Milliarden Euro – einer Steigerung von rund 30 Prozent.

Im Sommer 2017, als Opel vom französischen PSA-Konzern übernommen wurde, war Lohscheller Vorsitzender der Geschäftsführung geworden. Mit dem Sanierungskonzept „Pace“ schaffte er es, Opel „wetterfest aufzustellen“. Jetzt wüte „der erste Sturm“, erklärte Lohscheller gegenüber dem BBV. Durch die Corona-Pandemie sei der Automarkt in Europa dramatisch eingebrochen.

Opel investiert weiter in neue Modelle

Wie groß die Auswirkungen bei Opel sind, wo die Produktion am 19. Mai wieder aufgenommen wurde, wollte Lohscheller nicht sagen. Die Halbjahreszahlen würden Ende Juli vorgelegt. Opel habe jedoch rechtzeitig Maßnahmen getroffen, erklärte der 51-Jährige. „Wir haben Kurzarbeit eingeführt, Kostenpositionen optimiert und unsere Investitionen aufrechterhalten.“

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So würden jetzt beispielsweise zwei Milliarden Euro in die Batteriezellfabrik in Kaiserslautern gesteckt und auch kräftig in die nächsten Modelle des Mokka und Astra investiert. Bis 2024 solle es von allen Opel-Modellen eine elektrifizierte Variante geben.

Michael Lohscheller kam mit neuem Auto nach Bocholt

Neben dem Elektro-Corsa kam dieses Jahr der Grandland-X-Hybrid in den Handel. Seit Anfang des Jahres fahre er selbst einen solchen SUV, berichtete Lohscheller und deutete auf einen schwarz-weißen Grandland-X-Hybrid vor dem Bleker-Haus. 300 PS habe der. Es sei sein erster Hybrid und er sei begeistert. Später setzte sich der Opel-Chef mit seinem Vater Heinz in den Wagen, um zum gemeinsamen Wandern in den Achterhook zu fahren. Abends wollte er dann wieder zu Hause im Taunus sein.

Die große Feier zur Eröffnung des Opel-Hauses Bleker werde nachgeholt, kündigte derweil Christina Bleker an. Sobald die Pandemie abklinge und die Situation es zulasse.

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