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Kanalbaustelle: Kran stürzt ins Wasser

OLFEN Zwei Jahre nach dem schweren Unfall bei Kanalbauarbeiten ist am Montagmittag wieder ein Kran umgestürzt. Der tonnenschwere Autokran kippte bei Arbeiten am alten Straßentunnel an der B 236 vornüber. Der Kranführer wurde nicht verletzt. Am Abend begannen die Bergungsarbeiten.

von Von Matthias Münch

, 26.11.2007

 

"Mit dem Kran sollte eine Stahlplatte in das Brückenbauwerk gehoben werden, um es zu reparieren", teilte Ralf Lueg vor Ort mit. Der Ingenieur führt die Bauaufsicht für das Wasserstraßen-Neubauamt an der Baustelle. Bei diesen Arbeiten sei der Kran dann einfach umgekippt. Der Kranführer konnte sich unverletzt aus seinem Führerhaus retten. Über die Ursache des Unfalls konnte die Wasserschutzpolizei am Montag noch nichts sagen. Ob der Untergrund nachgab, ab das Gegengewicht falsch berechnet war, diese Fragen müssen noch geklärt werden. "Eigentlich ist eine solche Stahlplatte für diesen Kran kein Gewicht", meinte Ralf Lueg. Aber solche Unfälle kämen halt immer mal vor. Immerhin sei die Firma, die die Kranarbeiten an der Kanalbaustelle durchführt, sehr erfahren.

Zweiter Kran soll bergen

 

Wegen der Arbeiten auf der alten Brücke musste die Schifffahrt ohnehin für zwei bis drei Stunden gesperrt werden. Durch den Unfall dauert es nun deutlich länger. "Jetzt muss ein zweiter Autokran angefordert werden, um den havarierten Kran zu bergen", so Lueg. Das soll im Laufe der Nacht geschehen. Wichtig sei, betonte Ral Lueg, dass das alte Brückenbauwerk bei dem Unfall nicht beschädigt wurde. Denn sonst hätte Wasser auf der Westseite aus dem Kanal laufen können, weil der Damm dort noch nicht hoch genug ist.

Bis zur Bergung des havarierten Krans wurde der Bereich ringsherum abgesperrt, weil nicht auszuschließen war, dass der Kran noch weiter zur Seite kippen könnte. Erst vor zehn Wochen war der alte Straßentunnel außer Betrieb genommen und der neue eingeweiht worden. Seitdem wird die alte Unterführung zurück gebaut. Allein diese Maßnahme kostet vier Millionen Euro und wird sich bis weit ins nächste Jahr hinein ziehen.

 

 

    

    

 

Hier passierte der Unfall. Die Unglücksstelle ist rot markiert. Der blaue Punkt markiert den Ort des Kanalunglücks vor zwei Jahren.

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