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"Der Ball liegt in Coesfeld"

OLFEN Die technischen Voraussetzungen für eine rettungsdienstliche Versorgung sind gegeben. Die Aussagen in Recklinghausen und Datteln sind eindeutig: "Wir sind bereit, Olfen mit zu versorgen. Der Ball liegt nun in Coesfeld", sagt Jochem Manz, Pressesprecher des Kreises Recklinghausen.

von Von Matthias Münch

, 05.11.2007
"Der Ball liegt in Coesfeld"

Der Rettungswagen aus Datteln auf dem Weg zum Einsatz in Olfen: Dafür sollte es nach dem Wunsch der Olfener eine feste Vereinbarung geben.

Seit zwei Jahren schon möchten die Olfener, dass ihre Stadt rettungsdienstlich von der Wache in Datteln versorgt wird. Denn von dort erreicht der Rettungswagen die meisten Teile Olfens fünf Minuten nach der Alarmmeldung. Von der Rettungswache in Lüdinghausen braucht der Wagen im Ernstfall manchmal länger als die vorgeschriebenen acht Minuten, weil der Anfahrtsweg weiter ist und der Rettungswagen erst durch die Lüdinghausener Innenstadt fahren muss.

Rettungswache liegt nah an Olfen

Deshalb verhandeln die für den Rettungsdienst zuständigen Kreise Coesfeld und Recklinghausen seit geraumer Zeit über eine Kooperation zwischen Olfen und Datteln. Dort ist die Stadt selbst Träger der Rettungswache, die zusammen mit dem Feuerwehrgerätehaus im Norden der Stadt und daher nah an Olfen liegt.

Vor einigen Tagen fand im Recklinghäuser Kreishaus erneut ein Gespräch zwischen den beiden Kreisen statt, an dem auch Dattelns Stadtbrandinspektor Thomas Schalomon teilnahm. Dabei wurde deutlich, dass die technischen Voraussetzungen und die Fahrzeuge für eine Versorgung Olfens in Datteln vorhanden sind.

Klar ist für Thomas Schalomon aber auch, dass Datteln nicht die Kosten übernehmen kann, wenn Teile Olfens rettungsdienstlich mit bis zu 300 Einsätzen im Jahr versorgt werden soll. Der Vorschlag, wie das zu finanzieren sei, so Schalomon, müsse nun vom Coesfelder Landrat Konrad Püning kommen.

Entscheidung bis Anfang 2008

Recklinghausens Kreispressesprecher Jochem Manz bestätigt das: "Unsere Bereitschaft zu einer Vereinbarung ist da." Alles hänge an der Kostenübernahme für das notwendige Personal, so Manz: "Der Kreis Coesfeld rechnet das jetzt durch und wird dann wieder auf uns zu kommen."

Auch im Coesfelder Kreishaus möchte man zu einer Vereinbarung kommen, wie der dortige Pressesprecher Christoph Hüsing bestätigt" "Derzeit sind wir dabei, das Gespräch, das kürzlich in Recklinghausen stattfand, zu bewerten." Bis zum Jahresende, so Hüsing, liege der Entwurf des neuen Rettungsbedarfsplanes für den Kreis Recklinghausen vor. Darin sollte eine Lösung für Olfen enthalten sein. Anfang 2008 müsste dann eine Entscheidung gefallen sein.

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